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Opern-Schiff: Eine Seefahrt mit Verdi und Mozart

Opern-Schiff : Eine Seefahrt mit Verdi und Mozart

Locker und entspannt war die Atmosphäre für die rund 350 Gäste. Während einer dreistündigen Rheinfahrt von der Düsseldorfer Altstadt in Richtung Zons und zurück hatten die Klassik-Fans am Samstag die Gelegenheit, berühmte Opernarien zu hören.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Julia Coulmas, Sopranistin und Präsidentin der Düsseldorf Lyric Opera, in Kooperation mit der Hermann-Harry-Schmitz-Societät. So wurde aus dem Bonner Galerie-Salonschiff MS Rheinprinzessin ein Opern-Schiff.

"Düsseldorf hat heute für einen Tag nicht nur eine Oper am Rhein, sondern auch eine Oper auf dem Rhein", sagte lachend Klaus Lehmann von der Hermann-Harry-Schmitz-Societät in seiner Begrüßung.

Die Düsseldorf Lyric Opera hat es sich zur Aufgabe gemacht, Künstler aus den Bereichen Oper, Operette, Musical und Ballett zusammenzubringen und ihnen die Möglichkeit zur Weiterbildung zu geben. Sie möchte ihnen auch eine Plattform bieten, ihr Können regelmäßig bei unterschiedlichen Konzerten vor Publikum zu präsentieren. So sangen junge internationale Künstler, unter anderem der chinesische Bariton Bo Chi - er hatte schon Engagements an der Amsterdamer Oper - oder die amerikanische Sopranistin Jessica Flowers sowie die deutsch-japanische Sopranistin Karen Bandelow - sie trat bereits in der Dresdner Semperoper auf. Bekannte Stücke aus Carmen, der Zauberflöte, Hoffmanns Erzählungen oder La Traviata standen auf dem Programm. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Autorin, Kabarettistin und Wahl-Rheinländerin Elisabeth Kuhs - mit kleinen Anekdoten brachte sie das Publikum immer wieder zum Lachen.

Zu den begeisterten Besuchern des Opern-Schiffs gehörten Manfred und Rita Kutzer. Das Ehepaar aus Zons hatte die Karten von seinen Kindern geschenkt bekommen. "Wir haben hier heute ganz hervorragende Stimmen gehört", sagten beide übereinstimmend. Sie müssen es wissen, sind sie doch regelmäßige Operngänger. Auch die Zusammenstellung der einzelnen Stücke, so Manfred Kutzer, sei sehr gut gelungen. Organisatoren und Künstler konnten sich über langanhaltenden Applaus des Publikums freuen.

(bwer)