Karneval: Ein unechter Pelz für die zukünftige Venetia Claudia

Karneval : Ein unechter Pelz für die zukünftige Venetia Claudia

Tiefschwarze Kunstfaser obendrauf, untendrunter eine wärmende Thermoschicht - und fertig ist der Wintermantel für die Venetia. "Pelze fand ich immer schon schrecklich", gab Claudia Monreal gestern zu. Deswegen sei sie auch so froh gewesen, dass ihre Vorgängerin, Venetia Pia Oertel, im vergangenen Jahr die modische Wende eingeläutet hatte und ohne Pelz-, sondern in einem normalen Stoffmantel von Saal zu Saal zog.

Tiefschwarze Kunstfaser obendrauf, untendrunter eine wärmende Thermoschicht - und fertig ist der Wintermantel für die Venetia. "Pelze fand ich immer schon schrecklich", gab Claudia Monreal gestern zu. Deswegen sei sie auch so froh gewesen, dass ihre Vorgängerin, Venetia Pia Oertel, im vergangenen Jahr die modische Wende eingeläutet hatte und ohne Pelz-, sondern in einem normalen Stoffmantel von Saal zu Saal zog.

Bis dahin - und das über Jahrzehnte - hatte das Pelzgeschäft Slupinski auf der Kö in jedem Jahr die Venetien mit einem Pelz ausgestattet. Als die Firma aus Düsseldorf wegzog, endete auch die Kooperation mit dem CC. In den letzten Jahren hatte es zudem immer Diskussionen gegeben, ob die Venetia denn wirklich einen echten Pelz tragen muss - die meisten der Frauen hatten sich dafür entschieden, weil er angeblich so gut wärmt. Monreal, die mit Christian Zeelen morgen abend offiziell in ihr Amt als neues Prinzenpaar eingeführt wird, knüpfte nun vor einiger Zeit Kontakt zu Bärbel Zech, die sich bereits vor zwei Jahren beim Carnevals Comitee vorgestellt hatte.

Die Modedesignerin mit Atelier an der Unterbilker Siegstraße betreibt das Label "Unechta" und produziert Jacken, Mäntel, Schals oder Hüte ausschließlich aus Kunstpelz. In mehreren Sitzungen nahm sie Maß bei der zukünftigen Venetia, die sich für einen schlanken, bodenlangen schwarzen Mantel entschied. "Der hält schön warm, vor allem, weil die Kleider drunter ja alle ziemlich dünn sind."

Dieses modische - und politisch-korrekte - Kleidungsstück darf die Venetia nach der Session auch behalten - ihre Vorgängerinnen mussten den echten Pelz immer zurückgeben. Dazu trägt sie einen Multifunktionsschal aus grauem Kunstfaserpelz, den sie eben als Schal, Stola oder sogar als Hut tragen kann. Je nach Wetterlage. Mit diesem Schal hatte Bärbel Zech auch am Wettbewerb um den German Design Award teilgenommen und wurde zumindest nominiert.

(ak)
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