Film: Düsseldorfer möchte beim Max-Ophüls-Filmfestival siegen

Film : Düsseldorfer möchte beim Max-Ophüls-Filmfestival siegen

Felipe Calvo-Montero ist Filmemacher aus Flingern. Wie gut, dass seine Schwiegermutter in Rath einen großen, ruhigen Garten besitzt. In diesem Garten nämlich drehte der 33-Jährige im vergangenen Sommer seinen 25 Minuten langen Film "Rückkehr zum Garten meiner Mutter".

Felipe Calvo-Montero ist Filmemacher aus Flingern. Wie gut, dass seine Schwiegermutter in Rath einen großen, ruhigen Garten besitzt. In diesem Garten nämlich drehte der 33-Jährige im vergangenen Sommer seinen 25 Minuten langen Film "Rückkehr zum Garten meiner Mutter".

Nachdem Calvo-Montero sein Werk viele Wochen lang geschnitten und vertont hat, könnte er seinen ersten Filmpreis bekommen. Denn "Rückkehr zum Garten meiner Mutter" steht zurzeit im Wettbewerb des "Filmfestival Max Ophüls Preis" in Saarbrücken.

"Es ist eines der wichtigsten Festivals für die Filmbranche in Deutschland, Österreich und der Schweiz", sagt Calvo-Montero. In drei Kategorien buhlen die Filme um die Gunst von Jury und Besuchern. "Mein Film läuft im Kurzfilmwettbewerb", sagt der Regisseur. Er hofft, dass sein Drama gut ankommt. "Rückkehr zum Garten meiner Mutter", erzählt von zwei unterschiedlichen Schwestern, die mit geschwisterlicher Eifersucht und schwelenden Problemen aus der Vergangenheit kämpfen.

Als ihre Mutter auf eine lebensrettende Nierenspende hofft, stehen sie vor der Entscheidung, wer von ihnen ein Organ spendet, um die Mutter am Leben zu erhalten. "Mit der Geschichte verarbeite ich einen Teil meines Privatlebens", sagt der Filmkünstler. Seine Mutter war einst selbst auf eine Organspende angewiesen. Wenn "Rückkehr zum Garten meiner Mutter" als Sieger des Wettbewerbs hervorgeht, kann sich Calvo-Montero über ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro freuen.

Bis es so weit ist, muss Calvo-Montero aber noch Geduld haben. Das "Filmfestival Max Öphüls Preis" endet erst am Sonntag in der Saarländischen Hauptstadt. In der Kategorie Kurzfilm konkurrieren 26 Werke um den ersten Platz. Das Festival ist benannt nach dem 1957 verstorbenen Max Ophüls. Der jüdische Film- und Theaterregisseur musste nach dem Machtantritt der Nazis nach Paris und New Los Angeles fliehen. Seit 1980 ist das Festival eine wichtige Plattform für den Filmnachwuchs.

Bisherige Preisträger waren unter anderem Florian Henckel von Donnersmarck, Sandra Nettelbeck und Rainer Kaufmann.

(lod)