Karneval: Düsseldorfer Jecken feiern bei TV-Sitzung

Karneval: Düsseldorfer Jecken feiern bei TV-Sitzung

Besser kann ein Karnevalsmotto nicht passen: "Düsseldorf mäkt sech fein" heißt es ja in dieser Session – und daran haben sich am Freitag aber wirklich fast alle 900 Gäste in der Stadthalle gehalten.

Sie kamen so bunt kostümiert wie lange nicht mehr, phantasievoll, schrill, witzig: So präsentiert sich Düsseldorf dann einem Fernsehpublikum, das die Sendung im WDR und in der ARD an den Karnevalstagen sehen wird. Aber auch das vierstündige Programm auf der Bühne war lebhaft und riss die Besucher mit.

Mit von der Partie waren auch OB Dirk Elbers und seine Ehefrau Astrid in orangefarbenen Gewändern. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Kein Wunder: Die KG Regenbogen eröffnete die Sitzung mit dem Mottolied "Die Diva vom Rhein". Zumindest den Refrain können mittlerweile alle mitsingen. Stefan Kleinehr moderierte zum sechsten Mal die Sitzung – professionell wie immer.

Der OB-Kandidat der SPD, Thomas Geisel, kam als Charlie Chaplin und wurde begleitet von Ehefrau Vera. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Jürgen Hilger-Höltgen musste dann als erster Büttenredner die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Er kam in seiner neuen Rolle als Bazillus Carnevalensis – nett, aber da gab es noch Luft nach oben. Michael Hermes und die Fauth Dance Company, Klaus und Willi, Alt Schuss, Markus Krebs, Heinz Hülshoff, die Düsseldorfer Tanzgruppen, Christian Pape, die Band ohne Bart sangen, erzählten Witze, tanzten – und begeisterten dann allesamt das jecke Publikum. Einer der Höhepunkte war Knacki Deuser, der intelligent, sportlich und ausgesprochen witzig über pubertierende Kinder und regierende Muttis erzählte. Mit großem Jubel wurde das Prinzenpaar begrüßt.

Es war der erste größere Auftritt von Prinz Michael und Venetia Pia, den sie mit Bravour meisterten. Aber auch der biestig-freche Wolfgang Trepper sorgte für so viele Lacher. De Fetzer und die Swinging Funfares waren dann die musikalischen Finalisten an diesem Abend, der natürlich nicht ohne Zugabe endete: Bei dem Hosen-Song "An Tagen wie diesen" konnten dann wirklich alle Besucher lautstark mitsingen. Im Publikum amüsierten sich: OB Dirk Elbers und seine Frau Astrid, die von Kopf bis Fuß in Orange erschienen.

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"Na, ganz klar Bollywood", erklärte Astrid Elbers. Außerdem im Saal eine fein gemachte Bürgermeisterin Gudrun Hock mit Lebensgefährte, Friedrich Conzen mit Frau Barbara im orientalischen Look, der SPD Oberbürgermeisterkandidat Thomas Geisel als Charlie Chaplin und stimmig verkleideter Gattin, sowie die Fortuna-Spieler AxelBellinghausen und Adam Bodzek, dezent verkleidet und geschminkt.

Den Vogel schossen allerdings Peter König und OlliHoffmüller ab. Kamen sie doch im kürzesten Röckchen (super Beine) als eine Art Tanzmariechen. "Wir gehen als die kleinste Kölner Tanzgarde", scherzte König. Ähnlich klasse: Jacques Tilly mit viel weißer Schminke im Gesicht und Laub am Kopf. "Ich bin ein napoleonischer Soldat", so der Karnevalsfachmann.

Anke Kronemeyer/Christine Wolff

(RP)