Film- und Medienstiftung NRW aus Düsseldorf : Düsseldorfer Film- und Fernsehstars feiern bei Berlinale-Empfang

In Berlin kam wieder die Filmprominenz zusammen, darunter auch viele Düsseldorfer. Ministerpräsident Armin Laschet und Filmstiftungs-Geschäftsführerin Petra Müller empfingen die Filmleute in der Landesvertretung. 1400 Gäste kamen.

Was der Film leistet, ist ein Bekenntnis gegen Fanatismus, gegen Rechts und für die multikulturelle tolerante Gesellschaft. Mit diesem Ausruf begrüßte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die rund 1400 Gäste, die zum Berlinale Empfang in die NRW-Landesvertretung in Berlin gekommen waren. Er sei gefragt worden, ob so kurz nach dem Mordanschlag von Hanau der Empfang überhaupt stattfinden könne, sagte Laschet. Seine Antwort sei: „Wir brauchen gerade jetzt die Kunst, die Kultur, die Zivilgesellschaft, die gegen Rechts auf die Straße geht!“ Dafür bekam er viel Applaus. Der NRW-Empfang ist eines der wichtigsten informellen Treffen für die deutsche Branche während der Festspielzeit. Man trifft dort nicht nur ganze Teams von aktuellen Filmen, die von der Film- und Medienstiftung NRW gefördert werden, sondern auch bekannte Produzenten, Regisseure und Schauspieler wie Heike Makatsch (Düsseldorferin!), Maria Furtwängler, Lilith Stangenberg, Sebastian Koch, Jannis Niewöhner und Dietmar Bär. Auch waren Politiker in die Landesvertretung gekommen, darunter Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Petra Müller, Chefin der Film- und Medienstiftung NRW mit Sitz in Düsseldorf, nannte stolz die Zahl von 28 aus NRW geförderten Filmen, die in diesem Jahr bei der Berlinale laufen, zwei davon im Wettbewerb. Außerdem konnte die Stiftung im vergangenen Jahr auch dank gestiegener Landesmittel Medienprojekte mit 40 Millionen Euro unterstützen. Dafür dankte Müller der Landesregierung.

Nilam Farooq drehte 2019 mit dem Regisseur Sönke Wortmann „Contra“. Foto: Filmstiftung NRW

Das Treffen in der NRW-Vertretung ist eine große Kontaktbörse. „In Köln muss man sich verabreden, hier laufen einem die Leute vor die Füße“, sagte TV-Moderatorin Bettina Böttinger (auch Düsseldorferin), die zur Berlinale angereist war – trotz Karnevals. Bei ihr gelte fürs jecke Feiern: ganz oder gar nicht, in diesem Jahr habe sie sich für Berlin entschieden und festgestellt, dass auf dem NRW-Empfang diesmal viel über Politik und den Rechtsradikalismus in Deutschland diskutiert wurde. Das erlebte auch der Düsseldorfer Schauspieler Moritz Führmann, der zusammen mit seiner Ehefrau und Kollegin Anna Schudt beim Empfang war – und zwar nicht als einziges Mitglied des Schauspielhaus-Ensembles, auch Serkan Kaya war auf der Filmparty unterwegs. Schudt hat gerade eine deutsch-französische Produktion für Arte abgedreht und spielt als nächstes in einem Mehrteiler, der zur Zeit der amerikanischen Besatzung in der Pfalz spielt. Auch sie schätzt am NRW-Empfang, dass man dort Leute trifft, mit denen man sich ansonsten eigens verabreden müsste. Übrigens: Am heutigen Mittwoch (26. Februar) zeigt die ARD den Film „Eine harte Tour“ von Isabel Kleefeld mit Schudt und Führmann in den Hauptrollen.

Dorothee Krings