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Düsseldorf: WDR-Moderatorin Miriam Lange über ihren Spagat

Corona trotzen in Düsseldorf: WDR-Moderatorin spricht über ihr Leben : Miriam Lange über ihren Spagat

Die WDR-Moderatorin bewundert Eltern im Homeoffice. Sie sendet aus dem Studio. Sie ist sich aber ganz sicher, „dass wir irgendwann auch wieder ein normaleres Leben führen können! Wenn alle mithelfen“.

Diese Zeit verlangt – mal wieder – allen einiges ab. Ich ziehe den Hut vor den vielen berufstätigen Mamas und Papas, die im Homeoffice zum zweiten Mal ihre Kinder oft parallel zu Hause betreuen müssen. Aufgrund von Quarantäne oder – wie in unserem derzeitigen Fall – wegen Personalmangels in Kitas und Schulen.

Ich gehöre zu denjenigen, die nicht von zu Hause aus arbeiten können und nicht Arbeitszeiten individuell einteilen können. Schließlich kann ich unsere WDR-Nachmittagssendung „Hier und Heute“ nicht aus dem Wohnzimmer senden. Wäre aber bestimmt auch mal ganz lustig. Das ist natürlich ein Spagat.

An freien Tagen versuche ich, mit den Kids so viel es geht draußen zu machen. Die beiden haben so einen Bewegungsdrang, da fehlt es schon sehr, dass kein Fußball, kein Turnen, kein Schwimmen derzeit möglich ist. Also machen wir die Spielplätze unsicher, auf denen man klettern und sich auspowern kann. Zum Glück hat da unser Stadtteil und Lieblingsviertel Unterbilk/Hafen einiges zu bieten. Auch mit Rollern und Fahrrad am Rhein entlang zu fahren, ist immer wieder schön und macht Spaß.

Meine Mutter lebt in Frankfurt, das ist nicht gerade um die Ecke. Und in Zeiten von Corona ist das natürlich noch mal schwieriger, sie zu sehen und einfach Zeit mit ihr zu verbringen. Ich wünsche mir sehr, dass sie mal wieder eine Woche bei uns sein und vor allem mit unseren Kindern Zeit verbringen kann.

Wir kommen insgesamt ganz gut klar, die Jungs machen alles wirklich toll mit, und wir sind gesund. Das ist die Hauptsache. Wir sitzen ja alle im selben Boot und ich bin mir ganz sicher, dass wir irgendwann auch wieder ein normaleres Leben führen können – wenn alle mithelfen!

Schöne Projekte gibt es zum Glück auch noch. Eine Freundin und Designerin drehte gerade ein Video und macht eine Kampagne. Es geht um eine Art Liebeserklärung an Düsseldorf. So etwas macht einfach Freude. Tut gut in Zeiten von Corona.

Protokolliert von Brigitte Pavetic

(bpa)