Düsseldorf: Von der Castingshow-Bühne in den ISS Dome

The Voice of Germany I : Von der Castingshow-Bühne in den ISS Dome

Die sechs besten Stimmen der diesjährigen Staffel von „The Voice of Germany“ gehen gemeinsam auf Tour. Unter anderem sind sie zu Gast im ISS Dome.

Am 16. Dezember standen sie noch beim „The Voice of Germany“-Finale auf der Bühne und zitterten vor der endgültigen Entscheidung. Und schon am Morgen des 17. Dezembers ging die Aufregung weiter: Ohne einen Urlaubstag starteten die vier Finalisten in die Proben für die Tour „The Voice of Germany – Live in Concert“. Vom 27. Dezember bis zum 20. Januar kehren Sieger Samuel Rösch und seine Mitstreiter Benjamin Dolic, Jessica Schaffler und Eros Atomus Isler in die großen Hallen Deutschlands und Österreichs ein.

Eros Atomus Isler war im Team von Smudo und Michi Beck (Fantastischen Vier). Foto: Sat1/TVOG

Bei gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre können alle, die wochenlang vor dem Bildschirm ihren Favoriten die Daumen gedrückt haben, den Stimmen ihrer liebsten Talente live lauschen. Auf der Bühne stehen dann nicht nur die vier Finalisten, sondern auch zwei weitere Talente aus der Show: die 16-Jährigen Linda Alkhodor und James Smith Jr., die zuvor vom Publikum der Castingshow via Online-Voting auserwählt wurden.

Jessica Schaffler ist bekannt für ihren „Sweet Lolita Look“. Foto: Sat1/TVOG

Finalistin Jessica Schaffler verspricht, dass beim abwechslungsreichen Live-Programm alle auf ihre Kosten kommen werden: „Wir haben sowohl gefühlvolle Songs als auch richtige Stimmungskracher im Programm – es wird also für jeden was dabei sein“, erzählt die 17-Jährige. Neben Solo-Songs, die regelmäßigen Fernsehzuschauern schon aus den Auditions und Battles der Castingshow bekannt vorkommen werden, haben die jungen Künstler 20 neue Stücke eingeübt, die sie in wechselnder Besetzung spielen werden.

Benjamin Dolic kam mit zwölf Jahren ins Halbfinale der Castingshow "Slowenia got Talent". Foto: Sat1/TVOG

Um die Show auf die Beine zu stellen, war harte Arbeit erforderlich: Schon am ersten Tag nach dem Finale begannen um 8.30 Uhr für die sechs Auserwählten die Proben. Jeden Tag starteten sie um diese Uhrzeit mit einem Warm-up mit den Vocal Coaches. Einzige Ausnahme: die Weihnachtstage, die sie zu Hause bei ihren Familien und Freunden verbringen durften. Während der Proben müssen nicht nur 20 neue Lieder einstudiert werden – das bedeutet Texte lernen und Gesang einüben. Für eine Live-Performance müssen selbstverständlich auch Choreografien einstudiert und das passende Outfit und Styling ausgearbeitet werden. Die Talente genießen den Trubel des Star-Lebens. „Das alles ist auf jeden Fall eine Herausforderung, aber gleichzeitig macht es wirklich Spaß und ich kann wahnsinnig viel darüber lernen, wie eine Tour funktioniert“, sagt Benjamin Dolic, der im Finale den zweiten Platz belegte.

Direkt nach dem Auftakt der Konzertreihe in Bremen geht es für die sechs Sänger nach Düsseldorf, in den ISS Dome. Trotz ihres vollen Terminkalenders haben die Künstler fest vor, die Städte, die sie bereisen dürfen, auch zu besichtigen. „Ich habe auf jeden Fall Lust, Düsseldorf zu erkunden und mir die Leute anzuschauen, die da so rumlaufen“, meint Benjamin. Der gebürtige Slowene wohnt in der Schweiz und hat ähnlich wie seine Kollegin Jessica, die in der österreichischen Steiermark zu Hause ist, bisher nur wenige deutsche Städte bereisen können.

Für beide ist die Tour ein Kopfsprung ins Leben eines Stars: In nur 24 Tagen treten sie an 20 verschiedenen Orten auf. Nach jedem Auftritt geht es ab in den Tourbus, der über Nacht schon das nächste Ziel ansteuert. Nur an Silvester haben die sechs Musiker Urlaub und dürfen ihre Familie und Freunde besuchen. Besonders für die jungen Sänger kann das Tour-Leben auch einmal zur Herausforderung werden: „Ich war noch nie so lang von zu Hause weg und vermisse meine Familie natürlich. Aber wir haben hier jeden Tag so viel zu tun, da hat man kaum Zeit, über so etwas nachzudenken“, sagt Jessica.

Auch nach dem Tourfinale in Aurich gönnen sich die Sänger keine Pause: „Ich möchte erst einmal meine Ausbildung zur Kosmetikerin abschließen“, erzählt Jessica. „Danach will ich die Musicalschule besuchen. Mit meiner Ausbildung kann ich nebenbei arbeiten und mir so die Schule finanzieren.“ Auch Benjamin will der Musik treu bleiben: „Alles, was ich hier gelernt habe, werde ich für meine Solo-Karriere gut gebrauchen können“, meint der 21-Jährige. Unter seinem Künstlernamen „Usually Quiet“ will er, wie schon vor der Castingshow-Teilnahme, weiter Musik machen.

Johanna Porten

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