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Düsseldorf: Straßenmusiker Danny Latendorf besucht Düsseldorf

Er mag Netflix und Düsseldorf : Straßenmusiker Danny Latendorf besucht Düsseldorf

Newcomer Danny Latendorf ist seit diesem Monat in der Netflix-Sendung „Sing On! Germany!“ zu sehen. Am Dienstag trat er in der Altstadt auf. Dabei erzählte er von seinen Ambitionen.

Danny Latendorf bezeichnet sich selbst als Vollblutmusiker und Weltenbummler. Der 27-jährige Newcomer aus Berlin ist als Singer-Songwriter schon weit herumgekommen. In den vergangenen sechs Jahren hat er auf der ganzen Welt mehr als 700 Konzerte gespielt. Seit dem 7. August ist er jetzt in der neuen Musiksendung „Sing On! Germany“ mit Moderatorin Palina Rojinski zu sehen, und zwar beim Streamingdienst Netflix.

Am Dienstag machte er Zwischenstopp in Düsseldorf und trat als Straßenmusiker an verschiedenen Orten auf. Den Start machte er in der Altstadt. Eine Gitarre – mehr braucht er nicht, um die Leute zum Stehenbleiben zu bringen – trotz der Hitze. Mit zwölf Jahren hat er mit der Musik angefangen – als Straßenmusiker. „Mich haben die Musiker auf der Straße fasziniert, das wollte ich auch machen“, erzählt er. Nach der Schule hielt er sich mit Nebenjobs über Wasser. Klar war aber immer, dass es mit der Musik weitergehen soll. Irgendwann kam ihm die Idee, für ein Album auf Reisen zu gehen. 2017 begab er sich für ein Jahr auf seine „Wohnungslos durch Europa“-Tour. Düsseldorf spielte dabei für ihn eine besondere Rolle: „Ich bin in der Zeit in der NRW-Landeshauptstadt bei einem Freund untergekommen. Es tat gut, zu wissen, dass es einen Ort gibt, an dem ich immer eine Bleibe habe.“

Diese Zeit bestimmt auch die Themen seiner Songs. „Zuhause, ankommen, Wohnungslosigkeit, Reisen und Liebe. Ich singe über mein Leben als Musiker und meine Gedanken“, erzählt der Songwriter. „Mir ist wichtig, nicht mit dem Strom zu schwimmen.“ Dass er jetzt nicht reisen kann, sei für ihn der Horror, sagt er.

Vor der Corona-Pandemie wurde Danny zur Netflix-Show „Sing On! Germany“ eingeladen – mit Publikum, in London. Dort treten Musiker in Karaoke-Duellen gegeneinander an. Vor seinem Auftritt war er nervös. „Trotz der entspannten Atmosphäre während der Produktion“, sagt er. Wenn Danny auf der Straße singt, ist er schon lange nicht mehr nervös. „Ich bin nur aufgeregt, weil ich natürlich nicht weiß, wie die Leute reagieren und was heute passiert.“ Dass er sich jemals von der Straßenmusik trennen wird, kann er sich nicht vorstellen. „Straßenmusik ist mein Baby.“