Düsseldorf: SOKO-Schauspielerin Kerstin Landmann hat Lust auf Comedy

Düsseldorfer Schauspielerin : SOKO-Star Kerstin Landsmann hat Lust auf Comedy

Seit vielen Jahren spielt Kerstin Landsmann im ZDF-Dauerbrenner „SOKO Köln“ mit. Nachdem sie in der neuen Staffel von „Pastewka“ eine Gastrolle übernommen hat, träumt sie vom eigenen Comedy-Format.

Irgendwann wurde Kerstin Landsmann der Trubel zu viel. Nachdem einige Fans angefangen hatten, der Schauspielerin vor ihrem Zuhause aufzulauern, entschied sie sich 2001 – nach sechs Jahren als „Kati von Sterneck“ – aus der ARD-Serie „Verbotene Liebe“ auszusteigen. Ohnehin sei die Geschichte ihrer Figur auserzählt gewesen. Das sollte aber nicht das Ende ihrer Schauspielkarriere sein. Seit 18 Jahren steht die 42-Jährige für den ZDF-Dauerbrenner „SOKO Köln“ vor der Kamera. Für die Düsseldorferin auch nach so langer Zeit noch eine spannende Aufgabe, obwohl sie gerne auch einmal ein anderes Genre ausprobieren würde.

Dass sie in ihrer Rolle als Kriminalkommissarin Vanessa Haas seit so langer Zeit erfolgreich ist, liegt für sie auch an einer Eigenart des hiesigen Publikums: „Der deutsche Zuschauer guckt gerne Krimis.“ Doch das Format an sich sei bei Weitem kein Selbstläufer. „Die Kunst ist, die einzelnen Geschichten in 40 Minuten spannend zu erzählen.“ Idealerweise mit einem Überraschungseffekt am Ende. Zudem müssten sich die Figuren entwickeln. Das gilt insbesondere für Landsmanns Fall. Ihre Rolle der Vanessa Haas – der einzige Hauptcharakter, der seit Beginn in der Serie ist – begann als Praktikantin, dann arbeitete sie sich im Verlauf der Jahre zur Kommissarin nach oben. Aber die Geschichte ihrer Figur habe trotzdem noch viel Raum zur Weiterentwicklung, da ist sich Landsmann sicher. So würden die Zuschauer in der aktuellen Staffel (dienstags 18 Uhr im ZDF) eine bislang unbekannte Seite ihres Charakters zu Gesicht bekommen. Mehr dürfe sie jedoch noch nicht verraten.

Was sie dagegen sehr gerne verrät, ist ihr Gastauftritt in der neuen und letzten Staffel der Comedyserie „Pastewka“, die ab dem 7. Februar bei Amazon Prime abrufbar ist. „Ich bin selbst ein großer Pastewka-Fan, deshalb war es toll, dass ich dort mitspielen durfte.“ Und gleichzeitig ist es auch ein kurioser Zufall. Denn in der vorherigen Staffel der Kultserie war es ihr Freund, der Schauspieler Steve Windolf, der eine Nebenrolle in der Serie übernehmen durfte. Als er im Jahr zuvor die Anfrage bekommen hatte, sei sie bei aller Freude auch ein wenig neidisch gewesen, gesteht Kerstin Landsmann. Aber schlussendlich durfte auch sie bei Pastewka vor die Kamera – und hat dabei gefallen am Genre gefunden. „Comedy ist ein ganz anderes Handwerk, aber es liegt mir, ich blühe dabei richtig auf.“ Ihr großer Traum wäre eine eigene Comedyserie. Denn auch privat ist sie ein großer Fan des Genres, zu ihren Lieblingsserien zählt die US-Serie „Modern Family“, womit aber auch das größte Problem ihres Wunsches benannt wäre. Die meisten erfolgreichen Comedyformate kommen aus dem Ausland, da deutsche Comedyserien bislang eher ein Nischendasein führen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Während Kerstin Landsmann beruflich für ihr Engagement bei „SOKO“ hauptsächlich in Köln unterwegs ist, steht sie privat zu ihrer Düsseldorfer Heimat. Seit acht Jahren wohnt sie mit ihrem Sohn aus erster Ehe im Stadtteil Pempelfort. Zwar pendelt sie regelmäßig nach Berlin, wo ihr Freund Steve Windolf wohnt, doch kann sie sich einen Umzug aus der Landeshauptstadt aktuell nicht vorstellen. Zum einen, weil ein Großteil ihres Freundeskreises vor Ort lebt, darunter die Schauspielerin Miriam Lahnstein, die sie noch aus „Verbotene-Liebe“-Zeiten kennt. Zum anderen genieße sie die Nähe zum Rhein und zur Innenstadt und vor allem zum Zoopark, wo sie regelmäßig Tennis spielt. Oder um es in ihren Worten zu sagen: „Ich bin ein Düsseldorfer Mädchen.“