Düsseldorf: Schtottgala mit Satire, Klamauk und Schunkelmusik

Schrottgala : Satire, Klamauk und Schunkelmusik

Wenn schon Schrott, dann richtig: Zum 21. Mal fand die dazugehörige Schrottgala statt.

Düsseldorfs Kult-Kabarettist Frank Küster verlieh stellvertretend für die Engländer deren Premierministerin Theresa May bei der Schrottgala den (Un-)Ehrenpreis. „Vom Rinderwahn zum Brexit ist es nur ein kleiner Schritt“, witzelte er. „Das ist Schrott, Schrott, Schrott.“ Und das feierwütige Partyvolk stimmt lauthals mit ein. In der 21 Jahre langen Ahnenreihe machte May auch keine Ausnahme und blieb der Verleihungszeremonie während der Schrottgala fern.

Anders als der Name hat diese Gala keine schrottigen Darbietungen im Programm. Im Gegenteil, das Brauhaus im Uerige lieferte die bodenständige und dennoch kultige Atmosphäre für die stimmungsvolle, beschwingte und kurzweilige „Sitzung“. Schrottgala-Moderator und Karnevalsurgestein Hermann Schmitz brauchte nur auf die Bühne zu kommen, und der ausverkaufte Saal brodelte.

Was folgte, war dichtes Helau-Gewitter, gepaart mit jeckem Raketensturm. Schmitz, mit seiner charmant-augenzwinkernden Respektlosigkeit vor allen hohen Tieren des organisierten Sessionsvergnügens, hatte alles im Griff. „Redezeit vorbei“, rügte Schmitz gnadenlos Prinz Martin. „Wir bedanken uns für euer schnelles Kommen und vor allem für euer schnelles Gehen. Mat, dat ihr fot kommt“, so „Rausschmeißer“ Schmitz.

Comedian John Doyle, Stimmenimitator Tobias Gnacke, die Schlagermafia, Hobbytänzer Christian Pape, De Fetzer und Cover-Musiker Uli Binger – alle erhielten tosenden Applaus. Mit dem Stakkato-Karneval aus Satire, Witz, Comedy, Klamauk, Rock‘nRoll und Schunkelmusik zeigte Schmitz mal wieder, wie Karneval funktioniert. Das bestgelaunte Narrenvolk goutierte es mit Jubelstürmen und vielen eigenen Tanzeinlagen.

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