Hola statt Helau Rainer Lieverscheidts Mallorca-Paradies

Düsseldorf · Der Musiker und Karnevalist Rainer Lieverscheidt nahm einen ungewöhnlichen Lebens- und Karriereweg. Jetzt ist er auf Mallorca und treibt ein Herzensprojekt voran, eine Hotel-Finca.

 Rainer Lieverscheidt ist eine Größe im rheinischen Karneval, jetzt betreibt er ein Finca-Hotel auf Mallorca.

Rainer Lieverscheidt ist eine Größe im rheinischen Karneval, jetzt betreibt er ein Finca-Hotel auf Mallorca.

Foto: Hans Onkelbach

Wer Rainer Lieverscheidt (65) so vor sich sieht, erkennt sofort: Der Mann ist mit sich und der Welt im Reinen: Ein frech nach oben gezwirbelter Schnurrbart, drei-Tage-Bart, fröhliches Grinsen im Gesicht, lässiges T-Shirt, Bermudas, die nackten Füße stecken in bequemen Sandalen. Auch die Umgebung passt: Blauer Himmel, aus den Bergen kommt ein sanfter Wind und kräuselt leicht das Wasser im hellblauen Swimming Pool, klares Wetter erlaubt einen weiten Blick in die Landschaft. Das ist Lieverscheidts Leben auf Mallorca. Ein paar Kilometer entfernt von der Stadt Felanitx im Süd-Osten der Insel schuf sich der frühere Frontmann der Band Alt-Schuss sein kleines Paradies.

Im Düsseldorfer Karneval (und dem in Köln auch) ist Lieverscheidt eine bekannte Marke. Seine Band Alt-Schuss gehörte zu den Stars auf der Bühne der Jecken am Rhein. Und Lieverscheidt war das Gesicht der Combo. Das ist seit einiger Zeit vorbei. Alt-Schuss ist für ihn Geschichte, er musiziert seitdem bei einer Gruppe mit dem schönen Namen Häzz Ass und blieb Musik-Produzent. Er schrieb auch für die Düsseldorfer Schwulen- und Lesben-Gesellschaft KG Regenbogen Lieder.

Der Mann ist das Paradebeispiel für ungewöhnliche Lebensentwürfe: Eigentlich Bauzeichner, arbeitete er im Laufe seines Lebens als Gastronom und Caterer, ist an einer IT-Firma beteiligt, beriet den Lebensmittel-Konzern Edeka als Experte für frische Lebensmittel. Und nun Mallorca. Allerdings will er keinen Dauer-Urlaub machen bis an das Ende seiner Tage. Sondern er hat in den Bergen bei Felanitx eine Finca mit entsprechender Lizenz gepachtet, die er nun als kleines Hotel betreibt.

Vier Zimmer hat die Villa, bald vielleicht fünf. Was zuerst als Versuch mit einer Durststrecke von zwei oder drei Jahren geplant und budgetiert war, läuft jetzt schon bestens. Lieverscheidt: „Bis Oktober bin ich ausgebucht, und die Buchungen für danach laufen auch schon sehr gut.“ Gemütliches Ambiente sowie ein gut bestücktes Flaschenregal locken, große Fenster erlauben eine atemberaubende Aussicht. Draußen spenden Sonnensegel Schatten, am großen Pool stehen Liegen und ein Day-Bed. In der offenen Küche lädt der Musiker (der schon in TV-Koch-Shows auftrat) zum gemeinsamen Brutzeln ein. Kochkurse, Dinner für zwei, vier oder mehr Personen – Lieverscheidt macht es möglich in der Finca „Sa Fuente“, was „die Quelle“ bedeutet. Für Düsseldorfer Jecke ist „Sa Fuente“ schon jetzt die Quelle häufiger Fröhlichkeit: Zuletzt schauten CC-Vize Stefan Kleinehr und Ex-Prinz Christian Zeelen vorbei, die Kult-Band Fetzer hat den Kollegen besucht, und bald kommen weitere Karnevalisten für ein sommerliches Helau (oder auch Alaaf).

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