Düsseldorf: Petra Albrecht interviewt Anja Steinbeck bei den Jonges

Heimatverein in Düsseldorf : Petra Albrecht interviewt Anja Steinbeck bei den Jonges

Das mit dem reinen Männerverein sehen die Jonges schon länger nicht mehr so eng. Und immer schon lud Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven Frauen auf das Podium. Dieses Mal war die Uni-Rektorin Anja Steinbeck der Gast des Abends.

Gleich ein Frauendoppel auf der Bühne: Uni-Rektorin Anja Steinbeck sprach bei den Jonges mit WDR-Moderatorin Petra Albrecht, und die Herren hörten aufmerksam zu, spendeten oft Beifall. Steinbeck, charmant und klug, verriet, wie sie zu ihrem Rektorenamt kam: „Eine Personalvermittlung hat mich vorgeschlagen.“

Auch heute ist eine Frau an der Spitze einer Universität noch längst keine Selbstverständlichkeit. „Bei über 100 deutschen Universitäten sind nur zehn Prozent in dieser Führungsposition.“ Auf die Frage von Albrecht, warum das so ist, zögerte die Rektorin. „Ich vermute, Frauen haben Angst, sich zu exponieren. Männer drängen immer aktiv nach vorn. Dabei ist Wissenschaft einer der besten Berufe für Frauen.“

Wofür steht Düsseldorfs Heinrich-Heine-Universität besonders, wollte Albrecht wissen: Steinbeck: „Pflanzenforschung, vor allem in Hinblick auf Gewächse, die wenig Wasser brauchen. Auch in der Sprachwissenschaft haben wir einen Schwerpunkt, wir untersuchen, wie Sprache im Hirn gespeichert wird.“ Und sie gab zu: „Wir müssen mit unserer Forschung mehr nach außen gehen.“ Mit einer Anmerkung der Moderatorin endete der Abend: „Die Jonges hatten schon in den 1970er Jahren gefordert, dass die Uni den Namen Heinrich-Heine tragen sollte.“

(wber)
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