Düsseldorf: Neujahrskonzert im Andreas Quartier

Neujahrskonzert im Andreas Quartier: So schick feierten die Düsseldorfer ins Neue Jahr

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist Kennern zufolge das größte klassische Musikereignis der Welt und wird mittlerweile weltweit in über 90 Ländern verfolgt. Im Andreas Quartier konnten die Gäste das Event live verfolgen und mit Walzerklängen ins Neue Jahr tanzen.

Johanna Gutzeit gilt seit Jahrzehnten als großer Fan des Ereignisses. Ihr Vater war einst Cellist in dem Weltklasse-Orchester engagiert. In den zurückliegenden Jahren verfolgte sie das Konzert von der heimischen Couch mit einer Flasche Champagner.

Gemeinsam mit ihrem Mann Guido Gutzeit hatte sie für dieses Jahr die Idee, das Großereignis mit vielen Düsseldorfer zu teilen. Nicht in Wien und nicht auf der heimischen Couch, sondern im nigelnagelneuen Andreas Quartier, dem alten Amts- und Landgericht an der Mühlenstraße in der Altstadt. Mit einem Beamer wurde das Neujahrskonzert auf eine riesige Leinwand im Foyer des historischen Gebäudes übertragen. Am Dirigentenpult stand wieder Riccardo Muti. Er leitet bereits zum fünften Mal dieses prestigeträchtige Event musikalisch.

Mehr als 100 Gäste hatten sich die mit 60 Euro nicht ganz billigen Karten gegönnt. Im Preis enthalten war dann eine Auswahl leckerer Suppen von Küchenchef Hardy Höcklin und selbstverständlich ein Glas Champagner zur Begrüßung.

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Den musikalischen Auftakt machten Muti und seine Musiker natürlich mit Strauss, genauer dem Einzugsmarsch aus der Operette "Der Zigeunerbaron" von Johann Strauss (Sohn). Danach folgten wenig überraschend Stücke von Johann Strauss Vater und Sohn, Josef Strauss bis zum feierlichen Finale - wie seit Jahrzehnten mit einem Stück, das wie kein anderes für die Traditionen Wiens und Österreichs steht: dem Radetzky-Marsch.

Ein besonderes Ereignis - und das live und nicht nur auf der Leinwand - war der Auftritt der Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein unter der Leitung ihres Direktors Remus Sucheana. "Für unsere Tänzerinnen und Tänzer ist es etwas ganz Besonderes, an einem Ort jenseits der Bühne aufzutreten", sagte Oliver Königsfeld, Betriebsdirektor des Balletts am Rhein.

Für Veranstalter Guido Gutzeit soll die erste Neujahrsmatinee im Andreas Quartier nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen sein. "So wollen wir die neue Location zum Wohnzimmer Düsseldorfs machen", sagt Gutzeit. Die Veranstaltungen sollen laut Gutzeit vor allem in Monaten mit einem "R" stattfinden, oder einfacher gesagt, im Sommer pausieren, wenn der Kulturbetrieb ohnehin eine Pause macht. Zum Abschluss durften die Gäste übrigens unter Anleitung von Tanzlehrer Roman Frieling selbst im Andreas Quartier den ersten Walzer des Jahres tanzen.

(RP)