Düsseldorf: Kunstvolle Kosmopoliten beim Düsseldorf Festival 2018

Kultur-Gipfel mit internationalen Stars : Kunstvolle Kosmopoliten beim Düsseldorf Festival

Zum 16. Mal findet das Düsseldorf Festival statt. Die Intendanten gaben das viel versprechende Programm bekannt.

Hunderte von Tänzern, Musikern, Schauspielern, Artisten und Choreografen aus aller Welt werden drei Wochen lang ein wahres Festivalfeuer entfachen. 55 unterschiedliche Produktionen feiern im 28. Jahr des Düsseldorf Festival vom 12. September bis 3. Oktober ihre Premieren. Jahr für Jahr gelingt es den Intendanten, Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen, Neues zu entdecken und nach Düsseldorf zu holen.

Dabei spannen sie den Bogen weit – vom neuen Zirkus, über Pop-Konzerte, südamerikanische Grooves, A-Cappella-Musik und Performance-Acts bis zum deutsch-georgischen theatralischen Festmahl unter freiem Himmel. „Das Theaterzelt am Burgplatz ist wie immer das Zentrum“, sagt Oxenfort. 25.000 Besucher lassen sich jährlich begeistern. „Wir nutzen neue Spielorte wie das Skydeck im Sign, die Kaiserpfalz in Kaiserswerth, das Schiff MS Stadt Düsseldorf, Sipgate und die Kassenhalle in der Alten Kämmerei am Marktplatz.“

Dort spielen 30 Musiker des Stegreif Orchesters klassische Musik – ohne Dirigenten und ohne Noten. Spontan während des Auftritts brechen sie mit Konventionen und experimentieren mit Jazz, Techno und Weltmusik. Mit seinem Programm #freebrahms will das Ensemble das avantgardistische Potenzial, das auch nach 135 Jahre noch in den Takten der dritten Symphonie von Johannes Brahms steckt, entfesseln.

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Mit einer Deutschlandpremiere gehen die Kulturwochen an den Start: Die Choreografin Michèle Anne de Mey vollführt zum Auftakt in „Kiss & Cry“ einen berührenden Tanz der Hände in einer Welt im Miniaturformat. Die kanadischen Akrobaten, Musiker und Komödianten der „Machine de Cirque“ laden ein zu einer unglaublichen, apokalyptischen Zeitreise zwischen Komik und Tristesse.

Nicht ins Theater oder in die Kirche, sondern zu einer Expedition in den Großstadtdschungel – zu Fuß und im Bus – lädt das Theaterkollektiv per.Vers. ein. Die inszenierte Begehung führt zu saftigen Grünflächen, Dachterrassen und versteckten Oasen der Stadt und wirft Fragen nach Klimaerwärmung und dem eigenen Konsumverhalten auf – und nach dem passenden Werkzeug.

Zu den Glanzlichtern des Programms (Budget: 1,3 Milionen Euro) zählen auch 19 zen-buddhistische Mönche (alle unter 18 Jahre) aus dem 1500 Jahre alten Tempel der chinesischen Provinz Henan. Sie zeigen in einer Jubiläumsaufnahme das Stück „Sutra“, inszeniert von Sidi Larbi Cherkaoui – ein Star der internationalen Tanzszene –, der sich hat inspiriert lassen von der Kampfkunst und der Körperbeherrschung der Shaolin-Mönche. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.duesseldorf-festival.de.

(dh)
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