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Düsseldorf: Kunst und Kaffee in der Kapuzinergasse im LRRH

Düsseldorf hat einen neuen Kunst-Showroom : Kunst und Kaffee in der Kapuzinergasse

HA Schult und seine Trash People sind raus. In einem Projektraum aus Glas gibt es nun Textilkunst. Daniela Görgens setzt hier auf Textilkunst.

Die Familie Görgens ist als Betreiberin der Kult-Ladengeschäfte schon lange bekannt in Düsseldorf. Daniela Görgens macht sich jetzt zudem auf, sich einen Namen als Kunstvermittlerin zu machen. Am Mittwoch fand die Vernissage zur ersten Ausstellung unter ihrer Federführung in der Altstadt statt. Das Gebäude in der Kapuzinergase 24 ließ ihr Vater vor Jahren erbauen – dabei handelt es sich um ein schmales Gebäude, dessen Dach und Front komplett aus Glas sind. Für eine Klimaanlage ist auch gesorgt, was ausgesprochen erfrischend ist bei diesen heißen Temperaturen.

Eigentlich ist Görgens Modedesignerin. Unter ihrem Label LRRH gab sie schon diverse Kollektionen heraus. Die Initialen stehen für das englische Wort „Little Red Riding Hood“, was im Deutschen Rotkäppchen heißt. „Das hat mir so gut gefallen, dass ich dieses Label auch für die Kunst behalten habe“, erzählte Görgens bei der Vernissage, für die der Übergang zur Textilkunst aufgrund ihrer beruflichen Basis ein fließender war. Bekanntermaßen trägt Rotkäppchen einen roten Umhang, und Bedeckungen haben es auch Görgens angetan: Rosemarie Trockel etwa steuerte Kopfbedeckungen aus Aluminiumnetz bei, Amerikas Ex-Präsident Donald Trump ist als Karikatur darauf abgebildet. Außerdem gibt es Werke von Christian Aberle, Albrecht Fuchs, Katharina Grosse, May Hands, Liliane Lijn, Jonathan Meese, Mike Meiré, Paulina Olowska, Anselm Reyle und Johannes Wohnseifer in dem an Atmosphäre reichen Glasbau zu sehen.

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Die Eröffnungspräsentation kommt von Björn Schülke – er war es auch, der Görgens mit dem Kurator Wilko Austermann zusammenbrachte, der zum Beispiel schon Aufsehen erregende Schauen im Park des Malkastens konzipierte. „Luftraum“ ist das aktuelle Thema im „LRRH AERIAL“-Showroom in der Altstadt. Mit das kostbarste Werk stammt von Schülke, dessen „Main piece“ – eine Art Netz-Tanz mit Hilfe von Solarenergie – 65.000 Euro kostet. Davon gibt es sieben kleinere Ausführungen für je 700 Euro, wie Görgens sagt.

Zur Kunst gibt es auch Kaffee. „Das ist Teil unseres Konzeptes. Wir wollen auch junge Leute reinziehen und es so ungezwungen wie möglich halten“, sagt Görges, da war sich das Duo schnell einig. Eine stylishe Kaffee-Theke steht bereit.

„Damit das Glashaus zum Verweilen einlädt, bieten wir eine kleine Auswahl an Getränken sowie eine Leseecke mit ausgewählten Publikationen unserer Kooperationskünstler an“, sagt Görgens. Außerdem haben einige Klangdesigner Musiksets erstellt, die den ausgestellten Stücken gewidmet sind. Fünf Monate soll diese Ausstellung zunächst zu sehen sein, mindestens drei Jahre will Daniela Görgens bleiben.

Info Die Schau ist donnerstags bis samstags von 14 bis 19 Uhr zu sehen.