1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtgespräch

Düsseldorf: Jacques Tillys bissige Skulptur wird am Kölner Dom gezeigt

Düsseldorfer Satiriker schießt scharf gegen die katholische Kirche :  Jacques Tillys bissige Skulptur wird am Kölner Dom gezeigt

Die Deutsche Bischofskonferenz tagt digital. Im Rahmen einer Protestaktion soll die provokante Plastik eines Bischofs für Aufsehen sorgen. Die Versammlung mit dem „Eichelbischof“ wird von Dienstag bis Donnerstag auf der Kölner Domplatte stattfinden.

Erneut entsendet der Karnevalswagenbauer und Satiriker Jacques Tilly eine seiner im Düsseldorfer Karneval so beliebten Plastiken nach Köln. Vermutlich wird auch dieser Mottowagen, der bereits an Rosenmontag durch die Landeshauptstadt fuhr, für besonders viel Aufsehen sorgen.

Anlässlich der in dieser Woche digital tagenden Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz findet parallel eine Protestkundgebung auf der Kölner Domplatte statt, um auf die nach wie vor unzureichende Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche hinzuweisen, wie die Giordano-Bruno-Stiftung mitteilt, die die Protestkundgebung organisiert. Unterstützt wird sie von einem Bündnis aus zehn Betroffenenorganisationen.

Mittelpunkt der dreitägigen Demonstration ist Tillys provokante Skulptur „Der Eichelbischof“. Sie zeigt das „Kernproblem der katholischen Kirche“, dargestellt in Gestalt eines Bischofs mit Bischofsstab und Weihrauchgefäß, der als Mitra die Eichel eines Penis‘ trägt. Die Plastik des Künstlers Jacques Tilly soll laut Stiftung die negativen Auswirkungen der kirchlichen Sexualmoral im Allgemeinen und der männlichen Dominanz in der katholischen Kirche im Besonderen zeigen. Die Versammlung mit dem „Eichelbischof“ wird von Dienstag bis Donnerstag auf der Kölner Domplatte stattfinden. Ergänzt wird die Skupltur durch eine Installation.

Tilly beschreibt die Aussage seines satirischen Werkes so: „Es zeigt, dass die katholische Kirche mit Sexualität ein riesiges Problem hat: das Zölibat und die sexuelle Deformierung, die damit verbunden ist, dass die katholische Kirche Homosexuelle noch immer nicht akzeptiert hat, dass Frauen nicht ordiniert werden können und Missbrauchsfälle immer noch vertuscht werden – alles ist in diesem Bild untergebracht.“