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Düsseldorf: HA Schult fühlt sich in Düsseldorf wohl

Eigenwilliger Künstler : HA Schult plant Kunstaktion in der Altstadt

Der Künstler HA Schult plant eine Kunstaktion in der Altstadt und plaudert über seine glückliche Studienzeit dort. Im Kreuzherreneck knobelte er die ganze Nacht, danach zog es ihn durch die Gassen.

In den vergangenen Jahren ist der Objekt- und Aktionskünstler HA Schult recht intensiv in Düsseldorf unterwegs. Einen Blick auf sein neuestes Projekt konnte unsere Redaktion exklusiv erhaschen; gerade bastelt der 80-Jährige, der am Mittwoch vitale 81 wird, an seiner nächsten Aktion. Trash People, von denen weltweit schon einige ausgestellt sind, stehen schon in dem Haus (aus Glas) Kapuzinergasse 24. „Dieses Gebäude wirkt inmitten der anderen denkmalgeschützten Häuser wie von einem anderen Stern“, erzählt der Künstler. „Der Besitzer kam auf die Idee, da was zu machen, und das tun wir jetzt.“

Viel will HA Schult nicht verraten, kryptisch erzählt er, dass er Kunst ja auch als ein Lebensmittel ansieht. Und darum werde es auch gehen bei der HA-Schult-Reihe in dem Altstadtgebäude. Dem Vernehmen nach soll er wohl eine Suppe kreiert haben mit seinem alten Freund Robert Hülsmann, „den ich schon seit 52 Jahren kenne“. Er habe einen Stammplatz in Roberts Brasserie am Rheinufer. Auch wenn er lieber nach vorne blickt, so schwelgt er doch auch gerne in Erinnerungen, wenn es um seine geliebte Altstadt geht. „Dieser Stadtteil und ich haben eine eigene Geschichte, umso schöner, dass ich hier jetzt wieder eine Ausstellung habe.“ Er habe seine Jugend, seine Studienzeit verbracht in der Altstadt, gesessen und geknobelt im Kreuzherreneck, „um tagsüber zu schlafen“, wie er belustigt erzählt. „Nachts bin ich durch die Gassen gewandert.“

Endgültig lüften will er das Geheimnis um seine Kunstaktion in der kommenden Woche. Wegen Corona sei zunächst „nur“ freitags und samstags geöffnet, und zwar zwischen 16 und 19 Uhr. Am Samstag plane er eine Kunstsprechstunde. „Ich fühle mich in Düsseldorf sehr wohl“, sagt HA Schult und ergänzt kess: „Ich habe nur noch ein Kölner Autonummernschild.“ An der Florastraße in Bilk habe er seit zwei Jahren ein Atelier. Zuletzt war HA Schult recht aktiv im Andreas-Quartier, sein Verhältnis zum Chef Uwe Schmitz ist Gerüchten zufolge aber nicht mehr das Beste. Sein Autodom wurde mittlerweile von dort in den Hafen transportiert.