Düsseldorf: HA Schult enthüllt vor „The Beach“ seine Skulptur „AutoDom“

Kunstwerk in Düsseldorf : HA Schult enthüllt im Hafen seine Skulptur „AutoDom“

Der „AutoDom“ von HA Schult ist nun dauerhaft vor der Kreativschmiede „The Beach“ im Hagen zu sehen. Am Donnerstag fand die offizielle Enthüllung statt.

Tausende Kilometer hat er auf dem Buckel, doch das Alter sieht man ihm gar nicht an. Gemeint ist zwar eigentlich der „AutoDom“, der unter anderem schon in New York zu sehen war und gestaltet ist aus den Teilen eines Ford Fiestas. Doch irgendwie passt diese Beschreibung auch auf seinen Schöpfer. München, New York, Peking – der Künstler HA Schult ist mit seinen 80 Jahren viel herum gekommen auf der Welt.

Zuletzt, nach 25 Jahren in Köln, zog es ihn wieder zurück in die Landeshauptstadt, zumindest mit einem Büro. Natürlich immer mit im Gepäck hat er seine Kunstwerke. Die „Trash People“ erregten weltweit Aufsehen, der „AutoDom“ in Düsseldorf war für die Geschmäcker von Schults Nachbarn vielleicht ein bisschen zu wuchtig. Nicht alle Eigentümer seien mit einer dauerhaften Aufstellung im Garten des Andreas Quartiers glücklich gewesen, hieß es vor einigen Wochen. Kümmern dürfte es den quirligen und recht extrovertierten Aktionskünstler nicht mehr, denn seit Längerem hat sein Nachbau des Kölner Doms eine neue Bleibe gefunden, Donnerstag war die feierliche Enthüllung. „Andreas Bahners war so lieb, dieser Skulptur Asyl zu gewähren“, sagte Schult. Nun ziert der „AutoDom“ den 2500 Quadratmeter großen Bürokomplex „The Beach“ am Medienhafen. „Dieser Standort ist nicht nur durch seine urbane Landschaft und den wunderschönen Blick auf den Strand und den Düsseldorfer Medienhafen besonders, sondern auch wegen der wunderschönen Architektur des Gebäudes“, schwärmt Schult.

Begonnen hatte alles mit der profanen E-Mail-Anfrage von Andreas Bahners. Der Projektentwickler der Kreativschmiede ist seit Jahren Fan der Aktionskunst HA Schults und hatte eigentlich nicht zu hoffen gewagt, den „AutoDom“ in den Medienhafen holen zu können. Das Kunstwerk sei nun „das i-Tüpfelchen, welches uns hier noch gefehlt hat.“ Schult brachte auch einen seiner „Sassi Man“ in die Büroräume mit. Die mit Müll gespickten Tuffsteine stammen aus einem Steinbruch bei Sassi di Matera, der ältesten Menschensiedlung der Welt.

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