Düsseldorf: Gerald Asamoah stiftet eine Defi-Säule

Charity-Aktion in Düsseldorf : Gerald Asamoah stiftet eine Defi-Säule

Der Ex-Fußballnationalspieler war in der Landeshauptstadt, um den öffentlichen Defibrillator einzuweihen. Dabei erzählte er den sehr persönlichen Grund, warum ihm Herzsicherheit wichtig ist.

Die Aktion „Herzsicher“ soll es jedem Düsseldorfer in Zukunft leichter machen, Erste-Hilfe zu leisten, oder sogar Leben zu retten. An 20 Standorten im Stadtraum sind Defibrillator-Säulen geplant, am Gertrudisplatz in Eller und an der Rheinuferpromenade stehen sie bereits. Dank der Unterstützung des ehemaligen Nationalspielers Gerald Asamoah bekommt nun auch die Lorettostraße in Unterbilk eine solche Defi-Säule. Mit seiner Spende von 8040 Euro kann die Installation und Wartung über fünf Jahre sichergestellt werden.

Gestern war er selbst bei der Enthüllung der Säule dabei und sprach über die Gründe dieser Patenschaft: Gerald Asamoah ist mit einem Herzfehler geboren. Wegen ihm wurden Defibrillatoren am Spielfeldrand in der Bundesliga Pflicht. Als er mit 18-Jahren von seiner Erkrankung erfuhr, sagte er sich: „Wenn ich jemals wieder ein Fußballfeld betreten kann, will ich auch etwas zurückgeben.“ Dies tut er nicht nur mit dem Sponsoring der Säule in Unterbilk, sondern auch mit seiner Stiftung für herzkranke Kinder.

Die Nutzung des Defibrillators auf der Lorettostraße ist kinderleicht. David Clausen von der Firma Philips erklärte am Freitag den Umgang mit dem Gerät. „Der einzige Fehler, den man machen kann, ist, nicht zu helfen.“ Das Gerät ist ausgestattet mit einem GPS-Tracker, der es der Feuerwehr sofort ermöglicht, den Nutzer ausfindig zu machen. Eine Lautsprecheransage erklärt jeden einzelnen Schritt und gibt den Takt für die richtige Herzdruckmassage vor. Der eingebaute Pulsmesser sorgt dafür, dass ein Elektro-Schock nur dann möglich ist, wenn er wirklich nötig wird.

Viele Unternehmen, Stiftungen, oder Einzelpersonen haben bereits ein Sponsoring von Defi-Säulen angekündigt. Weitere Sponsoren, die mindestens fünf Jahre lang 100 Euro im Monat zur Verfügung stellen, werden noch gesucht.

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