Düsseldorf: Florian Lange fährt mit einem Fiat Panda in die Mongolei

Kuriose Rally mit Düsseldorfer Schauspielern : Mit dem Fiat Panda in die Mongolei

Mit dem Fiat Panda in die Mongolai! Zwei Düsseldorfer Schauspieler sind auf dem Weg. Im Gepäck haben sie eine feine Idee: Sie wollen Geld sammeln für die SOS-Kinderdörfer.

(bpa) „So aufgeregt wie heute war ich vor keiner Premiere“ – das sagte Sebastian Tessenow kurz vor der Abfahrt. Gerade sind sie gestartet, er und sein Schauspiel-Kollege Florian Lange vom Düsseldorfer Schauspielhaus. Sie sind Teilnehmer der Mongol Rally 2019 und gehen mit einem blauen Fiat Panda an den Start – aus den 90ern.

Los ging es Ende vergangener Woche im strömenden Regen vor dem „Central“ Schauspielhaus an der Worringerstraße. Freunde, Familie und eine Vertreterin der SOS-Kinderdörfer weltweit verabschiedeten die zwei mit guten Wünschen für die 11.000 Kilometer lange Tour durch mehrere Länder. Geplante Zwischenstationen sind unter anderem Budapest, Istanbul und Teheran. Übernachtet wird im Zelt. Und am 19. August werden die beiden wieder in Düsseldorf erwartet. Das Duo sammelt Spenden für das SOS-Kinderdorf in Darkhan in der Mongolei. Über diesen Link können auch alle anderen mitmachen: www.meine-spendenaktion.de/aktion/mit-dem-panda-in-die-mongolei.

Bei der MongolRally reisen seit 2004 jährlich bis zu 300 Teams aus aller Welt quer durch den Orient. Die Regeln sind simpel: Ihr Fahrzeug darf nicht mehr als 1,2 Liter Hubraum haben, die Route müssen sich die Teilnehmer selbst zurechtlegen – wenn möglich ohne Navi – und schließlich müssen sie 1000 britische Pfund an Spendengeldern sammeln.

Bereits seit einem Jahr steckten Florian und Sebastian bis zum Hals in den Vorbereitungen ihres Abenteuers, zu dem sie nun aufbrachen. 600 Kilometer müssen sie im Durchschnitt Tag für Tag bewältigen, um ihr Ziel pünktlich zu erreichen. Viel Spielraum haben sie nicht – die Rückflüge sind bereits gebucht. Doch was sie erwartet, ist keine komfortable Autobahnfahrt: „Spätestens ab Turkmenistan können wir nicht mehr mit befestigten Straßen rechnen“, erzählt Sebastian, „ab da haben wir noch zwei Drittel der Strecke vor uns.“

Um ihre Ausgaben möglichst gering zu halten, schlafen Florian und Sebastian entweder im Zelt oder machen es sich via Couchsurfing auf den Sofas gastfreundlicher Einheimischer gemütlich. „Am meisten freuen wir uns auf die Begegnungen mit den Menschen“, sagt Sebastian, „denn wir haben richtig große Lust, uns vom Gegenteil der Vorurteile, die hier vorherrschen, vollkommen überraschen zu lassen“.

(bpa)
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