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Düsseldorf: Fitness-Trainer Mirko Mohr gibt Tipps für die Pandemie

Fitness-Tipps für Düsseldorfer: Die Waldluft macht’s : Sauerstoff muss rein und das Kohlendioxid raus

Der Golzheimer Fitness-Trainer Mirko Mohr gibt Tipps für den Lockdown. Sein wichtigster Rat: „Geht raus an die frische Luft.“ Er empfiehlt die Waldluft.

An der Cecilienallee in Golzheim hat Mirko Mohr seinen Sitz. Der kurze Weg zum Rhein ist ideal. Zu normalen Zeiten gibt er auch an Orten wie dem Rheinpark seine Workouts. Aktuell ist Corona, und Mohr weiß: „Sport in Zeiten der Pandemie verfolgt nicht nur das Ziel, sich körperlich fit zu halten, sondern auch, die Psyche zu stärken und sich auf die neue Lebenssituation in der Pandemie vorzubereiten beziehungsweise unversehrt zu meistern.“ Regelmäßiges Training erhöhe die Resilienz – idealerweise begleitet die Sportskanonen dabei ein Personal-Trainer. „Ich wünsche mir sehr, dass das bald wieder alles möglich ist.“ Sport stärke die psychische Widerstandskraft, „die uns hilft, schwierige Lebenssituationen zu durchleben“.

„Raus aus dem Studio an den Rhein, in den Wald, das geht aktuell ja alles – für mich sowieso, aber auch für alle anderen Menschen in Düsseldorf“, sagt Mohr. „Waldluft ist ein echter Katalysator. Eine Wohltat für den Körper, ein Frischekick.“ Und erfreulicherweise hätten wir ja genug grüne Orte in der Stadt: Grafenberger Wald, Nordpark, Volksgarten. Bekanntermaßen atme jeder bei körperlicher Anstrengung mehr. „Sauerstoff muss rein, das Kohlendioxid muss raus. Sonst läuft in den Muskeln gar nichts. Fügt man nun die Komponente frische Luft hinzu, ergibt sich im Vergleich zu normaler Stadt und Studioluft – belastet durch Aerosole, Feinstaub oder Staub – ein ganz anderer Effekt. „Man aktiviert über sogenannte Terpene, die man in der Natur und insbesondere im Wald einatmet, die körpereigene Abwehr.“

Terpene sind Duftstoffe, mit denen Pflanzen untereinander kommunizieren. „Diesen Stoffen werden kleine Wunder angedichtet, da Terpene Immunzellen wie die natürlichen Killerzellen stimulieren, und das verstärkt die Wirkung der Immunfunktion.“ Das helfe zusätzlich gegen Depressionen, gegen psychische Stressbelastungen und Burn­out. „Er kann uns vor ernsthaften chronischen Krankheiten schützen und sogar vor Herzinfarkt.“ Spazieren gehen sei schon einmal gut, aber „man atmet bei sportlicher Leistung wie Walken oder Joggen oder Krafttraining mehr Terpene ein als bei einem klassischen Spaziergang. Das hängt mit der erhöhten Atemfrequenz zusammen.“

Der Golzheimer Trainer weiß noch mehr: Myokine sind hormon­ähnliche Botenstoffe, die von der Muskulatur bei intensiver Beanspruchung ausgeschüttet werden. Sie stoppen etwa Entzündungen und regulieren die Immunabwehr. Die Muskelarbeit wirkt sich positiv auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel aus und beeinflusst diesen. „Krafttraining macht glücklicher und zufriedener“, sagt Mohr.