Düsseldorf: Erinnerung an Bundespräsident Walter Scheel

Gedenkfeier in Düseldorf : Erinnerung an Bundespräsident Walter Scheel

Im Landtag wurde der 100. Geburtstag des ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel mit einer Gedenkfeier begangen. Dabei wurde an Scheels Beitrag zur Demokratie – und natürlich auch an seinen Gesang erinnert.

Die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung und die Fraktion der Freien Demokraten im Landtag haben zum 100. Geburtstag an Bundespräsident Walter Scheel (1919-2016) erinnert – mit viel politischer Prominenz nicht nur aus den Reihen der Liberalen: Auch der ehemalige SPD-Chef Franz Müntefering und CDU-Landtagspräsident André Kuper gehörten zu den Teilnehmern der Feierstunde im Plenarsaal, dazu Scheels Parteifreunde und politische Weggefährten Gerhart Baum und Burkhard Hirsch. „Scheel stand für den Aufbruch“, sagte die stellvertretende Stiftungsvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Dies habe er etwa in der Rechts- und Innenpolitik, im Strafrecht und mit seinem klaren Bekenntnis zum Rechtsstaat gezeigt. Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hob hervor, Scheel habe sich leidenschaftlich am Aufbau der Demokratie beteiligt – zu einer Zeit, in der dies nicht selbstverständlich war. „Wie auch Walter Scheel die Demokratie stets verteidigte, so müssen wir heute unsere offene Gesellschaft vor Rassisten und Nationalisten schützen.“ Walter Scheels Sohn, Ulrich Scheel, erinnerte an den Humor seines Vaters. „Wenn man an Scheel denkt, dann hört man ihn singen – und er konnte sogar singen.“

(RP)
Mehr von RP ONLINE