Düsseldorf: Ein Cha-Cha-Cha mit Motsi Mabuse

Food-Event in Düsseldorf : Ein Cha-Cha-Cha mit Motsi Mabuse

Das Allroung-Talent Motsi Mabuse passierte mal wieder Düsseldorf. Dabei tanzte sie über den Dächern von Düsseldorfern – für und mit Bloggern und im Kampf gegen ein paar überflüssige Pfunde.

Auf den roten Teppichen ist diese Frau mittlerweile zu Hause, angstfrei kommt sie daher in Talkshows und in der RTL-Sendung „Let’s Dance“. Dass sie darin beste Laune versprüht mit ihren Jury-Kollegen Jorge González und Joachim Llambi, ist bei der Star-Tänzerin Motsi Mabuse programmiert – auch die britischen Produzenten von „Let’s Dance“ entdeckten das jüngst und engagierten sie für das Format.

Sie muss nicht lange überlegen, als sie gefragt wird, wann ihre Leidenschaft für das Tanzen entflammte. „Ich muss so um die zehn Jahre alt gewesen sein“, sagte Mabuse am Montag in einem exklusiven Gespräch mit unserer Redaktion. Sie war mit ihren Eltern in Südafrika, wo sie auch aufwuchs, im Urlaub. Und da sah sie sie – die Paare, die über die Tanzfläche schwebten oder feurige Cha-Cha-Chas hinlegten. „Ein zauberhafter Moment, und für mich gab es kein Halten mehr. Ich musste in die Tanzschule“, sagt Mabuse. Aus der kleinen Motsi wurde rasch eine begnadete Tänzerin mit Instinkt, Feingefühl und Rhythmus, „und ich schaute schon früh, dass ich auf meine Linie achte für die Wettkämpfe“.

Zu ihren cremigen Kurven steht Mabuse, sie gehört zu den Frauen, denen die Lebensfreude ins Gesicht geschrieben steht – TV-Deutschland kennt ihr herzliches Lachen gut. Ernährung war und ist aber auch ein wichtiges Thema für die 38-jährige Mutter einer 15 Monate alten Tochter. Und so zählt sie seit 2018 zu den Markenbotschaftern des amerikanischen Unternehmens WW (früher hieß es Weight Watchers), das am Montag in der Landeshauptstadt zum zweiten Mal eine kleine Party schmiss für Blogger. Im kommenden Jahr feiert WW mit seiner Deutschlandzentrale in Düsseldorf 50-jähriges Bestehen – 1970 waren es Irmgard und Walter Mayer, die das erste deutsche Weight-Watchers-Treffen in ihrer Düsseldorfer Wohnung durchführten. Das „Vorglühen“ jetzt mit Motsi Mabuse gab einen Vorgeschmack auf das Jubiläumsjahr. Die lud die Influencer (zum Teil haben die bis zu 150.000 Follower in den sozialen Netzwerken) zu einer kleinen Tanz-Session. Es wurde gelacht, es wurde gewitzelt, denn ein Hüftschwung á la Mabuse will nun mal auch richtig gelernt sein.

„Ich war immer ein harter Arbeiter“, erzählte Mabuse am Rande der Veranstaltung. Im Taunus bei Frankfurt lebt sie, macht die TV-Show, hat eine eigene Tanzschule „und mein wunderbares Kind“. Langweilig werde es nie in ihrem Leben, und dass sie ihr Jura-Studium nie zu Ende bringen konnte zugunsten ihrer famosen Tanzkarriere, das habe sie nie bereut. Arbeit scheint ein wichtiges und ehrliches Wort in ihrem Leben zu sein – „egal, ob Jura-Studium oder Tanzen, beiden gemein ist eben, dass ich immer geackert habe, ich bin ein Perfektionist, ich fordere von mir selber am allermeisten“. So dauerte es auch „nur“ zwei Staffeln, bis RTL sie von der Tanzfläche auf den Jurystuhl beförderte, seither sind sie und ihre beiden Mitstreiter ein eingeschworenes Team. „Wir sind sehr gut befreundet, was haben wir schon alles erlebt“, sagt Mabuse.

Es ist 20 Jahre her, dass sie ihre Heimat Südafrika verließ, um in Deutschland ihren Traum vom Tanzen als Beruf zu verwirklichen. In Düsseldorf war sie schon recht früh Dauergast. Oliver Wessel-Therhorn war lange Formationstrainer beim Tanzsportclub Düsseldorf Rot-Weiss und führte auch Motsi zu einigen Siegen. Daher kennt sie die Stadt. Erst vergangene Woche war sie im ISS Dome mit der „Let’s Dance“-Live-Tour. „Toll war das Düsseldorfer Publikum, die gehen toll mit, noch verrückter sind nur die Berliner.“ Im Hotel De Medici in der Altstadt übernachtete sie mit ihrer Kleinen und war hingerissen. „Das nächste Mal komme ich wieder und mache nur Wellness“, erzählt sie strahlend. Und Shopping in den „coolen Luxus-Kaufhäusern“.

Ihren Promi-Auftritt am Montag hatte Motsi Mabuse hoch über den Dächern von Düsseldorf, im „Place To Be“ in Golzheim. Bei einem Blick über die Stadt beschreibt sie, warum sie das Tanzen so liebt: „Für mich ist es ein Wohlgefühl, Ausdruck, seelische Freiheit, ich will dieses Gefühl weiter tragen.“ Eine wohlige Erinnerung ist es auch, wie es mit ihrem Mann begann: „Unser erster Tanz war sofort elektrisierend.“

Bald wolle sie wiederkommen, sagt die Frau, die sich ihre größten Träume schon erfüllt hat. „Ich wünsche mir nur, dass ich und meine Lieben gesund bleiben, alles andere habe ich.“

Brigitte Pavetic