Düsseldorf: Ein Bürger-Dinner zum Lachen

Junges Schauspiel : Ein Bürger-Dinner zum Lachen

Passend zum 1. April stand beim Bürger-Dinner im Jungen Schauspielhaus das Thema „Humor“ auf der Agenda.

Fast ausverkauft war sie, die Bühne des Jungen Schauspielhauses auf der Münsterstraße. An 15 Tischen nahmen die knapp 100 Gäste Platz, um einmal nicht bloß als Publikum zu fungieren, sondern beim Bürger-Dinner selbst zum Akteur zu werden. Bei drei Gängen, organisiert durch die Küche des Roten Kreuzes, wurden die Gäste dazu animiert, sich passend zum 1. April über ihre Erfahrungen und Meinungen zum Thema „Humor“ auszutauschen. Impulse und Denkanstöße gaben dabei die drei Redner des Abends. Die Schauspielerin Stephanie Kämmer, die sich aufgrund ihrer Rolle in der TV-Serie „Club der roten Bänder“ zum Klinikclown ausbilden ließ, berichtete so etwa von ihrer Aufgabe, ihrer Motivation und den Unterschieden zwischen Klinikclowns und den „normalen“ Clowns, die wir aus Film, Zirkus oder dem Karneval kennen. Der Gelotologe Rainer Stollmann gab als „Lachforscher“ Denkanstöße und klärte darüber auf, wo das Lachen eigentlich seinen Ursprung findet. Er gab den Gästen auch die Aufgabe, bei der Vorspeise einmal darüber zu sprechen, wie sie zuletzt jemanden „so richtig“ zum Lachen gebracht haben. Als Überraschungsgast war auch der Kabarettist Martin Maier Bode mit dabei. Er nahm Bezug auf Humor und Witz in der heutigen Zeit und vor allem der Öffentlichkeit. Dabei blieben weder das Dschungelcamp noch das RTL-Nachmittagsprogramm oder der Brexit unerwähnt. Seine Impulsfrage für den Hauptgang: „Sind Übertreibungen überhaupt noch nötig, oder genügt schon die Schilderung der Realität?“ Mit ihren Fragen gaben die Redner viel Gesprächsstoff für die Gäste, die teils mit ihnen an einem Tisch saßen.

Das nächste Bürger-Dinner findet am 20. Mai um 19 Uhr im Jungen Schauspielhaus statt.

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