Düsseldorf: Ein blaues Band aus einer Millionen Krokusse

Attraktion in Düsseldorf : Ein Blütenmeer für den Rheinpark

Mit einem blauen Band aus einer Millionen Krokusse sollen im kommenden Frühjahr Touristen in den Rheinpark gelockt erden.

Noch sehen sie nicht sonderlich schön aus. Die Zwiebeln sind klein, braun, dreckig und ungefähr so groß wie eine Kastanie. Doch am  Ende wird aus den braunen Zwiebeln, die im Düsseldorfer Rheinpark ausgesetzt werden, ein Meer aus blauen Krokussen. Hier im Rheinpark soll wieder das „Blaue Band“ entstehen, die Krokusse werden sich wellenförmig angeordnet durch den Rheinpark ziehen. Um das zu erreichen, wurden eine Million Krokusknollen in die Erde des Parks gepflanzt. Organisiert hat die Aktion der Verein Pro Düsseldorf. Für 50.000 Euro hat er Krokusse aus den Niederlanden gekauft, finanziert wurde das zu einem großen Teil von der Deutschen Postcode Lotterie mit Sitz in Düsseldorf.

Der Bereich im Rheinpark, in dem die Krokusse gepflanzt werden, ist bewusst ausgewählt, erzählt Klaus Vorgang von Pro Düsseldorf. Hier sind immer noch Schäden des Sturms „Ela“ aus dem Jahr 2014 zu sehen. Die Krokusse sind nicht nur aus den Niederlanden gekauft, die Firma aus dem Nachbarland ist auch über die Grenze gefahren, um sie einzupflanzen. Und das mit einem speziellen Gartengerät, eine Eigenanfertigung, wie die Arbeiter der „CSW Landscaping“ sagen. Mit der Mischung aus Pflug, Messer und Trichter fahren sie über die Rheinwiesen. Das Gerät, das von Weitem an einen Sitzrasenmäher erinnert, schneidet die Erde auf, pflügt sie leicht um und die Zwiebeln fallen durch einen Trichter in die Erde, während diese wieder glattgefahren wird, die Löcher geschlossen werden. Alles fast gleichzeitig. „Das geht jetzt viel schneller als letztes Jahr“, sagt Vorgang und lacht. Damals haben verschiedene Schulklassen einen Großteil der Krokusse gepflanzt, das Ganze habe eine Woche gedauert.

Vorgang freut sich auf das „Blaue Band“, es sei schon eine kleine Sehenswürdigkeit. Er hofft auch, dass viele Fotografen oder Touristen vorbeikommen und Fotos machen, wenn es im Frühjahr zu blühen beginnt.

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