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Düsseldorf: Die Hyatt-Enten entkamen nur knapp einem Drama

Rückkehr nach Düsseldorfs Entenhausen : Die Hyatt-Enten entkamen nur knapp einem Drama

So eine Enten-Rettung ist gar nicht so einfach. Erst war es der Sturm, der Hermine Ohler diese Woche einen Strich durch die Rechnung machte, und dann wartete auch noch ein gefräßiger Reiher auf ein paar Leckerbissen.

Ein Reiher war am Hyatt-Hotel im Hafen schon in Position, als Hermine Ohler von der Tierhilfe am Donnerstag mit ihrem Wagen vorfuhr. Im Gepäck hatte die erfahrene Retterin die kleine Enten-Familie, die sie Anfang der Woche mitgenommen hatte, um sie aufzupäppeln. Gut vier Wochen lang hatte die Ente ihre Eier in einem Kübel am Hyatt-Hotel ausgebrütet.

 Zwei erleichterte Enten-Mütter: Nina Luig (l.) vom Hyatt und Tierretterin Hermine Ohler
Zwei erleichterte Enten-Mütter: Nina Luig (l.) vom Hyatt und Tierretterin Hermine Ohler Foto: Brigitte Pavetic

Kurzfristig wurde wegen des Reihers umdisponiert: „Die Tiere kann ich hier nicht ins Wasser lassen, dann sind die sofort tot.“ Also fuhr Ohler an eine andere Stelle im Hafen, um die Entenmutter mit ihren acht Küken ins Wasser zu lassen.

Der Weg in die Freiheit war dann eine blitzschnelle Angelegenheit: In nicht einmal drei Sekunden waren die neun auf dem Wasser und schwammen davon. Hermine Ohler glücklich: „Ich mache das jetzt schon 24 Jahre; aber das ist jedes Mal ein bewegender Moment für mich.“

Bis zu zehn Einsätze dieser Art hat sie in der „Küken-Saison“ täglich. „Und trotzdem ist es mit das Schönste, was ich erlebe in meinem Leben.“ Mit dabei war auch Nina Luig, stellvertretende Hyatt-Direktorin in Düsseldorf. Sie hatte die Enten die ganzen Wochen im Blick und sagte erleichtert: „Ich bin froh, dass es denen gut geht und der Reiher die nicht bekommen hat.“

(bpa)