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Düsseldorf: Die Geständnisse des Opernstars Sergej Khomov

Das rote Sofa : Geständnisse eines Opernstars

Opern-Star Sergej Khomov plauderte im Theatermuseum über die Anfänge seiner Karriere und erzählte, warum ihm der „Fliegende Holländer“ von Richard Wagner gegen den Strich geht.

Nie vergisst ein Sänger die erste Partie seines Lebens. Bei Sergej Khomov ist sie doppelt bemerkenswert. Bevor der Tenor in seiner Heimatstadt Odessa als Alfredo in „La Traviata“ debütierte, hatte er noch kein Opernhaus von innen gesehen. Dieses erstaunliche Geständnis entlockte Moderator Frank Labussek seinem Gast auf dem „Roten Sofa“ im Theatermuseum. Wie es dazu kam? Sergej Khomov studierte damals Musikpädagogik am Konservatorium. „Ich wollte Lehrer werden, dafür sollte jeder Student ein wenig singen können“, erzählte er. Dass er über eine außergewöhnliche Stimme verfügte, blieb nicht lange verborgen. Als der Alfredo-Darsteller erkrankte, fragte man ihn: „Bist du bereit?“ Und ob er das war! „Beim Applaus erfasste mich ein Virus“, erinnert er sich. „Wenn man spürt, wie begehrt man ist und seine Gefühle rauslassen kann, beflügelt das noch mehr.“

Nach Gastspielen an zahlreichen Häusern, darunter Bolschoi-Theater Moskau, Teatro La Fenice Venedig und Teatro Colón Buenos Aires, gehört Sergej Khomov seit 1996 zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein. Derzeit tritt er in „Der feurige Engel“ und „Cavalleria rusticana“ auf und bereitet sich auf die Partie des Hermann in Tschaikowskys „Pique Dame“ vor: „Dabei bekomme ich Gänsehaut. Ein geniales Stück, das musste ich unbedingt machen.“

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Einmal sagte er eine Partie ab, obwohl er den „Fliegenden Holländer“ schon einstudiert hatte. Wagners Sprache ging ihm gegen den Strich: „Wo ist da der Sinn? Ich konnte die Wurzeln nicht verstehen.“ Denn Emotionen sind ihm wichtig: „Sobald ich singe, muss das gefühlt werden.“ Deshalb mag er auch keine konzertanten Auftritte. „Stimme und Bewegung sind miteinander verbunden. Ruht der Körper, ruht auch die Stimme.“