Düsseldorf: Deutsche und Briten feiern im Landtag

Starke Freundschaft: Deutsche und Briten feiern im Landtag

Das ist eine Freundschaft, die schon lange währt, nun feierten Deutsche und Briten ihr 70-Jähriges im Landtag.

Das 70-jährige Bestehen der Deutsch-Britischen Gesellschaft und auch aktuelle Fragen zum Brexit standen im Mittelpunkt einer Feierstunde mit 100 Gästen, zu der der Landtag Nordrhein-Westfalen und die Deutsch-Britische Gesellschaft einluden. André Kuper, Präsident des Landtags, eröffnete den Abend mit Henning Höne, Vorsitzender der Parlamentariergruppe NRW-Großbritannien, und Peter Brock, Vorsitzender der Deutsch-Britischen Gesellschaft Düsseldorf. Als Gast sprach der britische Generalkonsul, Rafe Courage. Mit Blick auf den Brexit sagte er: „All diese Verbindungen werden nicht über Nacht verschwinden. Unsere beiden Länder verbindet mehr als die Institution der EU.“

Auf Initiative von Lilo und Hans Milchsack und mit der Unterstützung von Robert Birley, damals Educational Adviser to the British Military Government in Deutschland, wurde die Organisation in Düsseldorf im Jahr 1949 als Deutsch-Englische Gesellschaft von Düsseldorfer Bürgern gegründet. Ziel war die Förderung der Verständigung zwischen den einstigen Kriegsgegnern. Die deutschlandweit tätige Organisation mit Sitz in der Hauptstadt Berlin organisiert bis heute Konferenzen, Diskussionsrunden, Lesungen und Konzerte und informiert über Fragen rund um den Brexit. In den sogenannten Königswinter-Konferenzen diskutieren seit 1950 jährlich im Wechsel in Großbritannien und Deutschland Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Journalismus über aktuelle Fragen der deutsch-britischen Beziehungen.

„Die Menschen in Großbritannien brauchen keine Politikerschelte oder Belehrungen zum Brexit, sondern verlässliche Freundschaften in Europa. Der Landtag steht zur engen Partnerschaft von Nordrhein-Westfalen und Großbritannien“, sagte Landtagspräsident André Kuper. Er erinnerte daran, dass die Briten Nordrhein-Westfalen als Bundesland aus der Taufe hoben. Viele Kommunen, Vereine, Schulen und Kirchen pflegen seit Jahrzehnten enge Kontakte nach Großbritannien.

Peter Brock, Vorsitzender der Deutsch-Britischen Gesellschaft Düsseldorf, sagte bei der Feier im Landtag: „Die Deutsch-Britische Gesellschaft wurde in Düsseldorf gegründet, wirkt aber inzwischen in ganz Deutschland. In Düsseldorf helfen wir zum Beispiel bei der Organisation von Schüleraustauschen und finanzieren Stipendien an der Heinrich-Heine-Universität für Studenten, die nach Reading gehen.“ Für Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, ist die Aufgabe heute aktueller denn je. „Ein partnerschaftliches Verhältnis ist ganz in unser beider Sinne“, so Liminski.

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