Düsseldorf: Designerin Barbara Schwarzer und ihre Schwester lieben die Kunst

Doppelter Erfolg : Designerin Barbara Schwarzer und ihre Schwester lieben die Kunst

Die Top-Designerin Barbara Schwarzer und ihre Schwester Friederike Näscher lernten im Elternhaus, die Kunst zu lieben. Und beide machten was aus diesen besonderen Begegnungen.

Aufgewachsen sind die Geschwister unter Künstlern. Im Haus ihrer Eltern gingen Kreative ein und aus, darunter Alwin von Cranach, ein Nachfahre der berühmten Maler-Dynastie. Ihr Vater war Grafiker und Zeichner, als Professor lehrte er an der Essener Folkwangschule Gestaltung. Die Mutter hat gemalt und getöpfert, alles am liebsten voller Sinnesfreuden in den kräftigsten Tönen. „Das Haus unserer Kindheit war eine Villa Kunterbunt. Wunderschön, das pralle Leben voller Farben“, erinnert sich die Modeunternehmerin Barbara Schwarzer.

Offenbar haben sie und ihre Schwester Friederike Näscher das kreative Talent geerbt, wobei jede ihren eigenen Weg ging. Während die drei Jahre Ältere von klein auf Märchenprinzessinnen in traumhaften Gewändern zeichnete und seit Jahrzehnten mit ihrer gleichnamigen Modemarke erfolgreich ist, hat Friederike Näscher in Essen Kommunikationsdesign studiert. Als Kreativ- und Art-Direktorin hat sie für internationale Verlage und Agenturen gearbeitet, bevor sie in Düsseldorf eine eigene Designagentur gründete und als Hochschuldozentin für visuelle Kommunikation tätig war. Beide Schwestern leben seit jeher umgeben von Kunst, wobei Friederike neben dem Agenturgeschäft immer auch als Künstlerin gearbeitet hat. Früher gerne in Aquarell und Öl, inzwischen zählen Fotogramme zu ihren Favoriten. Mit einem Mix aus Licht, Form und Farben spielt sie in ihren Werken, die sie analog inszeniert und dann jenseits der Dunkelkammer mit den Möglichkeiten digitaler Werkzeuge bearbeitet. So entstehen auf Papier oder auf Glas Bilder in monochromen Farbspielen. Ihre neuesten von den Bauhauskünstlern Lászlo Moholy-Nagy und Josef Albers inspirierten Arbeiten sind derzeit anlässlich des Bauhaus-Jahres 2019 mit den Möbelentwürfen des Konzept-Möbel-Designers Jonas Hoffmann bei „Licht im Raum“ an der Graf-Adolf-Straße ausgestellt. Keine Frage: Ihr größter Fan ist die große Schwester.

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