Düsseldorf: Christof Seeger-Zurmühlen finanzierte sein Studium als Ringer

Christof Seeger-Zurmühlen : Von der Ringermatte auf die Theaterbühne

Der Schauspieler Christof Seeger-Zurmühlen war zu Gast in der Talkreihe „Das Rote Sofa“. Dort erzählte er von seiner vielseitigen Theaterkarriere und warum er sich einst als Ringer versuchte.

In der Theater-Talkreihe „Das rote Sofa“ war der Schauspieler und Regisseur Christof Seeger-Zurmühlen zu Gast. Der künstlerische Leiter der Düsseldorfer Bürgerbühne gab im Gespräch mit Moderator Frank Labussek Einblicke in das Leben auf und neben der Bühne und seine Zeit als Ringer.

Als „Theater-Allrounder“ kündigte Frank Labussek seinen Gast an, und damit hatte er auch recht. Christof Seeger-Zurmühlen hat in seiner Zeit beim Theater schon so ziemlich jede mögliche Position eingenommen: Er war Schauspieler, Regisseur, Leiter und auch Gründer. Aufgewachsen ist er im Schwarzwald. Bereits zu seiner Schulzeit war er in der Theater-AG aktiv. „Damals wurde sozusagen der Samen gesät“, erzählte Seeger-Zurmühlen den Gästen im Theatermuseum. Im Studium verschlug es ihn zunächst zum Lehramt. Sport, Deutsch und Englisch waren seine Fächer. Sein Geld verdiente er als Ringer, seine übrige Zeit widmete er dem Schauspiel.

Dieser Passion ging er nach Beendigung des ersten Staatsexamens intensiver nach und studierte schließlich Schauspiel. 2003 führte ihn sein Weg an das Düsseldorfer Schauspielhaus. Zunächst nur als Schauspieler, später auch als Regisseur und künstlerischer Leiter des Jungen Schauspielhauses. Vor drei Jahren fragte ihn jedoch der Generalintendant, ob er die Leitung der neu gegründeten Bürgerbühne übernehmen könne. „Da hab ich erst mal Nein gesagt. Ich dachte, es gibt doch bessere als mich. Doch Wilfried Schulz sagte, das glaube er nicht. Aus Instinkt.“

Also ließ sich Seeger-Zurmühlen überzeugen, sodass er das Kommando bei dieser neu gegründeten, partizipativen Theaterform übernahm. Dieses Thema interessierte auch die meisten Gäste, weshalb der künstlerische Leiter mehr darüber erzählte. „Es ist ein Angebot für alle, aktiv teilzunehmen und sich von dem Theatersessel zu erheben. Meistens laden wir offen zu einem Thema ein und suchen Menschen, die dazu etwas erzählen können. Wir erarbeiten dann gemeinsam den Rahmen und erstellen ein Stück. Die ganze Bürgerbühne lebt vom Engagement und den Themen der Stadtgesellschaft.“

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