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Düsseldorf: Christian Wolff und sein Sohn Patrick spielen im Theater an der Kö

Premiere im Theater an der Kö : Das Einmaleins für den Computer

Kurzfristig sprangen Christian Wolff und sein Sohn Patrick mit einem Stück im Theater an der Kö ein. In der Komödie geht es auch um die Tücken des Internets.

Vorige Woche sollte im Theater an der Kö die Komödie „Kerle im Herbst“ Premiere feiern – mit den „alten Hasen“ Christian Wolff, Horst Janson und Max Schautzer. Weil kurz vor Weihnachten Schautzers Frau Gundel schwer erkrankte und wenige Tage später starb, sagte der Schauspieler das Engagement ab.

Dass für Düsseldorf mit „Monsieur Pierre geht online“ so schnell Ersatz beschafft werden konnte, ist einem glücklichen Umstand zu verdanken. Bis Oktober hatten Christian Wolff und sein Sohn Patrick das Stück im Contrakreis Theater in Bonn gespielt. Diese Produktion wandert ab Freitag in die Schadow Arkaden und wird bis zum 6. März aufgeführt. „Mein Vater war hier ohnehin engagiert, und ich hatte Zeit“, erzählt Patrick Wolff, der mit seiner Familie in Berlin lebt. Weiterhin dabei aus dem Bonner Ensemble ist Simone Pfennig, zwei Rollen wurden mit Katja Straub und Julia Gröbl neu besetzt.

„Wir hatten große Lust, das Stück noch einmal zu spielen“, versichern Vater und Sohn einhellig. Vorlage für „Monsieur Pierre“ war ein französischer Film mit Pierre Richard. „Ich wollte ihn bis heute nicht sehen“, sagt Christian Wolff, „mir war es lieber, meine eigene Interpretation zu finden. Der Titelheld und ich sind beide 83. Aber ganz so dusslig wie er stelle ich mich mit dem Internet nicht an.“

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Pierre ist ein Witwer und Griesgram, der seine Wohnung nie verlässt. Wolff fährt sich durch die verwuschelten Haare: „Darum sind die jetzt auch länger.“ Von einem jungen Mann lässt sich der alte Herr das Einmaleins auf dem Computer beibringen. Und nutzt dessen Profilbild, als er unversehens auf einem Dating-Portal landet, was allerlei komische Verwicklungen auslöst.

Vor zehn Jahren gastierten Vater und Sohn in „Wenn der Kuckuck drei Mal ruft“ schon einmal im Theater an der Kö. Beide haben aus unterschiedlichen Blickwinkeln nur gute Erinnerungen an Düsseldorf. „Damals hatte ich gerade meine Frau kennengelernt“, erzählt Patrick Wolff. „Heute habe ich zwei Kinder, was hat sich dazwischen nicht alles getan! Die Stadt wurde seitdem durch spannende Architektur enorm verschönert.“ Christian Wolffs Erinnerungen reichen viel weiter zurück. In den 1960er-Jahren eröffnete er mit der Operette „Feuerwerk“ das einstige Theater am Worringer Platz. „Später war ich fast wöchentlich als Werbe-Sprecher in einem Düsseldorfer Tonstudio“, berichtet er. „Und nun bin ich gespannt, was es Neues zu entdecken gibt. Meine Frau und ich freuen uns auf lange Spaziergänge am Rhein mit unserem Hund.“