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Düsseldorf: Carsten Sander fotografierte sogar Abba-Legende Björn Ulvaeus

Düsseldorfer Fotokünstler auf Europatour : Er fotografierte sogar eine Abba-Legende

Ein fünf Kilo schwerer Bildband von Carsten Sander dokumentiert 1000 „Faces of Europe“. Neben Björn Ulvaeus fotografierte er auch Außenminister Heiko Maas, Jean-Claude Juncker, Richard Kruspe von der Band Rammstein und eine der letzten noch lebenden Holocaust-Überlebenden von Schindlers Liste.

Mit seinem Wohnmobil, das in dem Blau der Europäischen Union gestaltet ist, und dem digitalen Fotostudio war er im Corona-Sommer mit Zustimmung des Auswärtigen Amtes fünf Monate in 27 europäischen Staaten unterwegs – mit Ausnahme von Irland, das seine Grenzen nicht öffnete. 40.000 Kilometer hat der renommierte Fotokünstler Carsten Sander zurückgelegt und 1000 Gesichter – bekannte und unbekannte – porträtiert.

Das gedruckte Ergebnis ist fünf Kilogramm schwer: Der auf 1000 Exemplare limitierte Bildband „Faces of Europe“ umfasst nach Ländern sortiert 428 Seiten und dokumentiert eindrucksvoll Sanders Mission: Die Suche nach der Identität einer heterogenen Gemeinschaft, die aus immerhin mehr als 447 Millionen Bewohnern besteht.

Björn Ulvaeus von der Band Abba trug zum Fototermin in einem Wald bei Stockholm lässig ein Holzfäller-Hemd. Außenminister Heiko Maas (er hat auch das Vorwort zum Buch geschrieben) und Jean-Claude Juncker, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission, sind im feinen Zwirn erschienen. Richard Kruspe von der Band Rammstein ist ebenso vertreten wie eine der letzten noch lebenden Holocaust-Überlebenden von Schindlers Liste. Von den Botschaften der jeweiligen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bekam der Düsseldorfer weitere bekannte Protagonisten vermittelt.

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Aber neben den prominenten Sportlern, Schriftstellern, Politikern, Musikern oder Influencern haben der Fotokünstler und sein Kameramann Adrian Bocirnea auch ganz viele Menschen wie Jolita aus Litauen oder Constantin aus Belgien direkt auf der Straße angesprochen, fotografiert und erstmals auch gefilmt. Zu jedem Land erzählt einer der Porträtierten seine Geschichte und was für ihn das Wort Europa bedeutet. Im Bildband, den Sander in seiner gleichnamigen Galerie am Fürstenwall präsentiert hat, sind diese Dokumente abrufbar: Über die App getbaff (unterstützt von der Technik Augmented Reality) wird das Foto gescannt und schon läuft der Film.

Seit 2009 sammelt Sander Gesichter. Er machte sich auch schon auf die Suche, um die Heimat Deutschland zu definieren. 2022 will er die Vereinigten Staaten und China bereisen.