Düsseldorf: Anna Schudt ist für den Emmy nominiert

Internationaler Fernsehpreis : Anna Schudt ist für den Emmy nominiert

Als sie davon hörte, schmiss sie erst einmal eine Party. Anna Schudt ist für den Emmy nominiert.

Die Schauspielerin Anna Schudt ist schon lange überzeugte Wahl-Düsseldorferin. Mit ihrem Ehemann Moritz Führmann, der ebenfalls im TV und Theater ein großer Name ist, und den beiden Kindern lebt sie in Oberkassel. „Weil dieser Ort einfach Flair hat“, sagt die Frau, die früher mal gerne aufs Land ziehen wollte. Jetzt zieht es sie bald möglicherweise nach Amerika. Denn die Charakterdarstellerin brilliert nicht nur als Dortmunder „Tatort“-Kommissarin und in zahllosen anderen bemerkenswerten Rollen. Den Ritterschlag bringt ihr jetzt eine besondere Rolle mit der Nominierung für den International Emmy ein, dieser Preis gilt als der wichtigste Fernsehpreis der Welt.

Schudt tritt in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ mit ihrer Rolle in der RTL-Tragikomödie „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ gegen Kolleginnen aus Südafrika, Brasilien und Großbritannien an – darin spielt sie die Komikerin Gaby Köster, die 2008 einen Schlaganfall erlitt. „Köster-Kölsch lernen war eine der Herausforderungen bei der Rolle.“ Mit im Rennen im Big Apple ist übrigens auch der WDR-Film „Toter Winkel“ in der Kategorie „Bester Fernsehfilm/Beste Mini-Serie“. Die Gewinner werden bei einer Gala am 19. November in New York bekanntgegeben.

„Die glücklichen Momente kommen immer aus der Richtung, in die man gerade nicht schaut. Ich habe sofort eine spontane Emmy-Party gefeiert vor lauter Freude. Es ist der Wahnsinn. Auf nach New York“, freut sich Schudt. Sie müsse ihren Mann Moritz anrufen, habe sie spontan gedacht, als sie von der Nominierung erfuhr. Ob sie nach New York zur Verleihung fliegt? „Ich suche noch Ersatz für meinen Küchendienst im Kindergarten. Kann jemand einspringen?“, sagt die 44-Jährige beschwingt.

Schudt ist vielseitig: Am Dienstag ist sie mit ihrer großen Liebe zur Literatur und ihrer Vorliebe für Thomas Mann bei „Thelen Küchen und Wohnkonzepte“ zu erleben. Sie liest aus der Novelle „Tristan“. Der Text erzählt von einem erfolglosen Schriftsteller, der eine Mitpatientin im Sanatorium zum Klavierspiel gefühlvoller Wagner-Musik drängt und sie damit bis auf den Tod gefährdet.19.30 Uhr geht es los im Haus Thelen Drifte an der Scheurenstraße 24-26. Brigitte Pavetic

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