Benefizkonzert in Düsseldorf: Die Toten Hosen feiern mit der DEG

Benefizkonzert in Düsseldorf: Die Toten Hosen feiern mit der DEG

Sie existiert seit 1935, gehört zu Düsseldorf ebenso dazu wie die Fortuna, war achtmal Deutscher Meister – und bangt um ihre Existenz: die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft (DEG). Um den Eishockey-Verein zu unterstützen, laden für Sonntag seine wohl prominentesten Anhänger in den ISS Dome ein.

Sie existiert seit 1935, gehört zu Düsseldorf ebenso dazu wie die Fortuna, war achtmal Deutscher Meister — und bangt um ihre Existenz: die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft (DEG). Um den Eishockey-Verein zu unterstützen, laden für Sonntag seine wohl prominentesten Anhänger in den ISS Dome ein.

Vor rund 11 500 Zuschauern spielen Die Toten Hosen bei der Rot-Gelben Nacht ein Benefizkonzert für den Verein. Doch damit nicht genug: IhreVerbundenheit mit der DEG zeigen an diesem Abend noch weitere Düsseldorfer Bands, ehemalige sowie aktuelle Spieler und sogar eine Fan-Abordnung aus Köln.

"Wir wollen, dass der ISS Dome am Sonntagabend so rot-gelb wie möglich erstrahlt", sagt Boris Bartels, Inhaber der Werbeagentur "Dreimarketing" und Mitorganisator des Konzerts.

Damit alle Fans dafür richtig ausgestattet sind, hat sich der Werbe-Profi gemeinsam mit den Toten Hosen etwas Besonderes einfallen lassen: Drei neue Merchandise-Produkte — ein T-Shirt, einen Fan-Schal und einen Puck — hat die Band für die Rot-Gelbe Nacht designt. Erstmals werden diese Fanartikel bei dem Konzert am Sonntag verkauft.

Fernab des ausverkauften Toten-Hosen-Konzerts, das übrigens nach Aussage der Band auf jeden Fall ein vollständiges Rockkonzert mit vielen neuen und alten Hits werden wird, haben die Organisatoren aber noch viel mehr Programm organisiert.

Das startet bereits um 16.30 Uhr, eine Stunde vor dem Einlass in den ISS Dome: "Zum ersten Mal wird dann in dieser Saison unsere Erste Mannschaft eine Autogrammstunde geben", verkündet DEG-Sprecher Frieder Feldmann.

Um 19 Uhr startet dann das Programm in der Halle, und zwar mit zwei waschechten Düsseldorfer Bands: Das erste Set spielt die Band Cashbar Club, eine Stunde später kommt Ex-Hosen-Schlagzeuger Wölli mit seiner Band des Jahres auf die Bühne, bis dann um 21 Uhr die Toten Hosen mit ihrem Konzert beginnen.

Um die Umbau-Phasen zu überbrücken, haben sich die Veranstalter wiederum etwas ausgedacht: "Wir haben Archiv-Videomaterial seit dem Jahr 1959 ausgewertet und zeigen die Höhepunkte der Vereinsgeschichte auf einer großen Leinwand", sagt Boris Bartels. Das wird dann unter der Moderation der Stadionsprecher Volker Boix und André Scheidt nicht nur von den Tausenden Fans der DEG, sondern auch von ehemaligen Spielern wie Uli Hiemer, Otto Schneitberger, Klaus Breidenbach und Andreas Brockmann verfolgt. "Insgesamt 32 ehemalige Spieler haben schon zugesagt", erzählt Bartels stolz.

Und auch Fan-Gruppen anderer Vereine haben sich angekündigt, darunter Anhänger aus München, Wolfsburg und eine 50 Mann starke Gruppe aus Köln. Freude über das Engagement vor allem der Toten Hosen, die den Erlös aus dem Konzert vollständig an die DEG spenden, herrscht auch beim Sportlichen Leiter des Vereins, Walter Köberle: "Die Band war schon immer Fan unseres Vereins und ist nun wieder die Lokomotive, die alles antreibt — das ist eine tolle Sache."

(lai)