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TV-Gala: Die Düsseldorfer des Jahres 2013

TV-Gala : Die Düsseldorfer des Jahres 2013

Für sieben Düsseldorfer war der Montag Abend etwas ganz Besonderes: Sie wurden bei der Gala des Fernsehsenders center.tv zu "Düsseldorfern des Jahres" ausgezeichnet.

Dazu hatte das Team um center.tv-Geschäftsführer Sven-Christian Preiss zu einer festlichen Gala in den Henkel-Saal im Herzen der Altstadt eingeladen. Christian Zeelen und Claudia Monreal moderierten die Sendung, die am Samstag um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Bei aller Festlichkeit: Der Abend wurde auch unterhaltsam — zum Beispiel durch die Musik von "Fresh Music Life" mit ihren Sängerinnen Ramona Nerra und Jenniffer Kae, aber auch durch eine ausgefallene Lobrede: Der Kölner Kabarettist Jürgen Becker hielt die Laudatio auf Jacques Tilly, der in der Kategorie Kultur ausgezeichnet wurde. Becker lobte die kreative Frechheit von Tilly für dessen "gottlose" Entwürfe der Karnevalswagen, die auf dem Weg seien, zu einem "weltweiten Qualitätssiegel" zu werden.

Ehrenbürger Udo van Meeteren bekam den Sonderpreis 725 Jahre Düsseldorf, den ihm Oberbürgermeister Dirk Elbers verlieh. Damit wurde das Engagement von van Meeteren für Wissenschaft und Forschung, Umweltschutz und Soziales, Völkerverständigung und Kultur gewürdigt. Elbers: "Er ist ein großzügiger Mäzen der alten Schule." Zu Ehren des 87-Jährigen erhoben sich alle Gäste von ihren Plätzen und spendeten bewegt Beifall.

Für sein Lebenswerk wurde Kommödchen-Chef Kay Sebastian Lorentz ausgezeichnet, die Laudatio auf ihn hielt der Kabarett-Autor Dietmar Jacobs. Lorentz, der intern nur "Der Don" gerufen werde, sei Herz, Rückgrat, Hand und Hirn des Kom(m)ödchens, in dem "das organisierte Vergnügen" zu Hause sei.

Der Manager Ulrich Lehner bekam den Preis in der Kategorie Wirtschaft. Die Laudatio auf ihn hielt Werner Wenning, Aufsichtsratsvorsitzender der Bayer AG. Er bezeichnete Lehner als "Woody Allen der deutschen Industrie" — schließlich sei er extrem musikalisch und spiele gleich mehrere Instrumente.

Für sein soziales Engagement wurde Heribert Klein geehrt. Er setzt sich seit Jahrzehnten für Unicef ein, organisiert nicht nur jährlich eine große Gala, sondern sammelt auch Geld über den Verkauf von exklusiv-gestalteten Holzherzen. Und genau das "macht der Mann mit dem unvermeidlichen Einstecktuch mit einzigartigem Charme und rheinischem Humor", attestierte ihm der Laudator, RP-Chefredakteur Sven Gösmann. Klein, bis vor kurzem Pressesprecher der Commerzbank, sei ein "ehrbarer Kaufmann mit großem Herzen". Dieser Preis ist der einzige, der mit einem Preisgeld verbunden ist: Die Metro stiftete wieder 5000 Euro für die Unicef-Projekte.

Weil er eine Frau aus dem Rhein gerettet hat, wurde Michael Obwioslo in der Kategorie Fairness und Courage ausgezeichnet. Maria Fischer vom Bund Katholischer Unternehmer hielt die Laudatio auf ihn und lobte den Polizisten, der auch außerhalb seines Dienstes jemandem in Not geholfen habe. Seine Frau habe übrigens bei dieser Aktion nicht zusehen können, hat Fischer erfahren. "Anschließend hat sie ihm aber das erste und einzige Mal in ihrer Beziehung freiwillig eine Zigarette gereicht."

Amelie Kleinmanns ist erst 25 Jahre alt — und hat in ihrer Karriere als Sportschützin schon viele Titel geholt. Sie ist nicht nur vierfache Deutsche Meisterin, sondern auch Vize-Europameisterin mit der Mannschaft und gewann den EM-Titel im Einzel im Dreistellungskampf. Gisela Hinnemann, Vize-Präsidentin im Landessportbund NRW, sprach ihr für den Preis in der Kategorie Sport höchste Anerkennung aus. "Ihr Sport ist sehr technisch und lebt von der Fähigkeit, bestimmte Bewegungsabläufe immer wieder präzise zu wiederholen. Es sieht ganz leicht aus, erfordert aber höchste Konzentration und körperliche Fitness, Körperbeherrschung, äußere und innere Ruhe." Hinnemann ist sicher: "Bei Olympia in Rio 2016 ist für Amelie Kleinmanns alles möglich — auch Gold." Auf der Gästeliste: Michael Becker (Tonhalle), der Tischtennis-Profi Timo Boll, der amerikanische Generalkonsul Stephen A. Hubler, Michael Kain (Steigenberger), die Bürgermeister Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Friedrich Conzen sowie viele frühere Preisträger wie Heike Vongehr, Melanie von Dijk, Jawahir Cumar oder Bruder Matthäus Werner.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sind die Düsseldorfer des Jahres 2013

(RP)