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Gast Der Woche: Der Barde der Bundesrepublik

Gast Der Woche : Der Barde der Bundesrepublik

Viele hören den Mann ja nur heimlich, wenn sie im Auto sitzen, und er zufällig im Radio läuft, weil dieses linksliberal-bewegte und etwas heulsusenmäßige des "Barden der Bundesrepublik" dann doch peinlich ist.

Viele hören den Mann ja nur heimlich, wenn sie im Auto sitzen, und er zufällig im Radio läuft, weil dieses linksliberal-bewegte und etwas heulsusenmäßige des "Barden der Bundesrepublik" dann doch peinlich ist.

Reinhard Mey mögen ist wie "Der kleine Prinz" lesen: Das machen nur Frauen, die Kochrezepte ins Netz stellen und Typen, die ihr Essen fotografieren. Doch ist dieser Reinhard Mey ungeachtet der Uncoolness natürlich wahnsinnig erfolgreich. Und er ist wirklich gut, wenn ihm der Spagat zwischen Fremdschämen und genial gelingt.

"Über den Wolken" ist so ein Lied. Niemand kann sich dem entziehen, zumal seine Stimme, die ansonsten an Sozialpädagoge in der Selbsterfahrungsgruppe erinnert, hier echte Sehnsüchte weckt. Nach grenzenloser Freiheit, Wind Nordost Startbahn null Drei ... Der große Reinhard Mey spielt morgen in der Tonhalle. Er ist inzwischen ja eine Ikone dieses Landes, ein lebendes Monument. Ein Muss.

(tt)