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Congress-Concierge Wim Johnen: Der 85. wird bei der Messe gefeiert

Congress-Concierge Wim Johnen : Der 85. wird bei der Messe gefeiert

Sonntags arbeiten? Für WimJohnen kein Thema. Dass er nun aber genau an diesem Sonntag, übermorgen, Geburtstag hat und dann auch noch 85 Jahre alt wird, ist doch etwas Besonderes.

Sonntags arbeiten? Für Wim Johnen kein Thema. Dass er nun aber genau an diesem Sonntag, übermorgen, Geburtstag hat und dann auch noch 85 Jahre alt wird, ist doch etwas Besonderes.

Zur Arbeit geht er trotzdem. Schließlich tagt ein Kongress am Wochenende im CCD - und Johnen ist wie an so vielen Tagen am Empfangscounter dafür zuständig, die Gäste zu begrüßen, ihnen bei all ihren Fragen zu helfen und immer nach dem Rechten zu schauen. Das tut er dort schon seit 1997. Da war er zwar schon im Rentenalter, aber immer noch hoch motiviert für eine neue Herausforderung. Vorher hatte er bei der Rheinbahn gearbeitet ("Wir waren die Ersten, die den U-Bahn-Tunnel unter der Heinrich-Heine-Allee damals befahren haben"), noch früher Klinikberater und in einem weit früheren Leben Bauer und Reitschul-Betreiber im Kreis Neuss. 1919 geboren, hat Johnen auch die Kriegsjahre erlebt und erinnert sich nicht gerne daran. Gestern aber lud er zu einem fröhlichen Treffen ein und öffnete eines seiner zahlreichen Gästebücher, in denen sich alle, aber auch wirklich alle, die jemals das Congresscenter betreten haben, verewigt haben.

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Vor allem Sportler sind es, die es Wim Johnen, Vater von drei Kindern und Großvater von neun Enkeln, angetan haben. Evi Sachenbacher schreibt eine Mail, bevor sie nach Düsseldorf kommt. "Ich hoffe, wir treffen uns auf ein Bier." Olympia-Teilnehmer oder die Fußball-Nationalmannschaft, Trainer oder Betreuer - alle haben sie ein Autogramm gegebenoder sogar ein Foto hinterlassen. Thomas Gottschalk lässt sich mit Johnen ablichten ebenso wie Isabel Varell.

Allen ist Johnen immer auf die gleiche Art begegnet: "Mein Lächeln ist einfach nicht abzustellen." Und genau darum fragen auch viele Kongress-Veranstalter wie der Stahlverband, die Handwerksammer oder die ARD, wenn sie die Karnevalssitzung aufzeichnet: "Wir kommen gerne nach Düsseldorf - aber ist der Wim auch da?" Natürlich ist der Wim da, wenn er gebraucht wird. Er arbeitet wegen seines Alters nur noch ein paar Stunden in der Woche, wird aber immer wieder gerufen und hoch gelobt.

Sein Chef, Hilmar Guckert, findet vor allem die Art seines Mitarbeiters toll: "Er drängt sich nicht auf, hilft, wo er kann, und sieht jeden Flecken oder Abfall, der im Eingangsbereich stört." Johnen findet seinen Chef auch toll - vor allem, dass der ihm erlaubt, am Sonntag an seinem Geburtstag ein paar Freunde ins Kongresscenter einzuladen. Wie viele es werden? Johnen grinst zu Guckert rüber: "Ach, so 90 oder 100 können es schon sein. Familie, Freunde, selbst aus Brüssel reisen welche an." Da muss Guckert schlucken und ist nicht ganz sicher, ob Johnen die Wahrheit sagt oder nur flunkert. Egal: Gratulieren werden ihm am Sonntag alle Kollegen.

(RP)