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Spendenaktion: Computerspieler helfen Kinderhospiz

Spendenaktion : Computerspieler helfen Kinderhospiz

Unter seinesgleichen kennt man ihn als "Dr. Proof", tausendfach sehen sich Zocker seine Videos im Internet an. Der Duisburger Pascal Scheffler ist ein "Let's Player", er spielt und kommentiert Computerspiele, filmt sich und seinen Bildschirm dabei und stellt die Videos ins Internet.

Unter seinesgleichen kennt man ihn als "Dr. Proof", tausendfach sehen sich Zocker seine Videos im Internet an. Der Duisburger Pascal Scheffler ist ein "Let's Player", er spielt und kommentiert Computerspiele, filmt sich und seinen Bildschirm dabei und stellt die Videos ins Internet.

Durch Spenden seiner Zuschauer und Fans finanziert er normalerweise sein teures Equipment - nicht jedoch am vergangenen Wochenende. Scheffler spielte zwölf Stunden am Stück, per Live-Übertragung sah man ihn während der gesamten Zeit vor seinem Bildschirm, von wo aus er Kontakt mit Zuschauern und Mitspielern in ganz Deutschland hielt. Die sollten spenden, diesmal aber nicht für ihn, sondern für das Düsseldorfer Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland.

"Die Spendenaktion ist ein Pilotprojekt", sagt Scheffler. "Ich wollte einfach mal sehen, wie die Resonanz der Leute ausfällt." Seit mehr als zwei Jahren betreibt er einen Kanal auf der Online-Videoseite Youtube, den über 21 000 Nutzer abonniert haben und somit über seine neu eingestellte Filme informiert werden. Bei seinem Spielmarathon am Samstag sahen ihm über den Tag verteilt mehr als 2700 Menschen zu, rund 30 spielten gemeinsam mit ihm Aufbau- und Strategietitel wie die der "Total War"-Reihe, "League of Legends" und "Sim City". Per Textnachrichten oder Mikrofon kommunizierten die Spieler untereinander. Jedem Zuschauer und Teilnehmer wurde zusätzlich zum Spielgeschehen - wie bei "Let's Play"-Videos üblich - ein kleiner Kasten mit einer Liveaufnahme von Scheffler angezeigt. "Das ist authentisch und sorgt für ein großes Gemeinschaftsgefühl", sagt er. Außerdem verringere diese Art der Live-Ausstrahlung die fernsehtypische Distanz.

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Im echten Leben ist Scheffler übrigens Webkoordinator und Softwareentwickler für einen Autovermieter. Schon vor zehn Jahren erlangte er im Internet eine gewisse Bekanntheit durch komische Internetvideos, zwischenzeitlich schrieb er ein Kinderbuch und versuchte sich an einem Roman, den er aber nicht veröffentlichte.

Wie er darauf kam, etwas für das Hospiz zu tun? "Ich finde es unheimlich wichtig, Projekte im eigenen Land zu unterstützen", sagt der 30-Jährige. Zudem wüssten viele Leute gar nicht, dass es spezielle Hospize für Kinder und Jugendliche überhaupt gibt. Zwar kam bei der Spendenaktion insgesamt nur ein Betrag von rund 640 Euro zusammen, dennoch freue Scheffler sich, das Regenbogenland damit unterstützen zu können. Von seiner Idee bis zur Umsetzung dauerte es gerade vier Tage, so habe er keine Zeit für Werbung gehabt. Dass die Aktion so schnell entstand, liege wohl in der Natur des Videomachens. "Ein Wort ist schnell gesprochen", sagt Scheffler. Oliver Burwig

(RP)