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Christopher Nolans "Tenet" füllt die Kinos in Düsseldorf

Filmbranche in der Corona-Krise : Düsseldorfer Kinos wieder voller durch Christopher Nolans „Tenet“

Corona macht den Kinobetreibern schwer zu schaffen, Blockbuster könnten sie retten. Dank Hollywoods neuem Science-Fiction-Werk „Tenet" sind auch Düsseldorfs Kinos offenbar wieder auf einem soliden Kurs.

Von Donnerstag bis Sonntag wurden deutschlandweit in 680 Kinos auf etwa 2200 Leinwänden famose 320.000 Besucher und 3,2 Mio. Umsatz registriert. Dazu kommen noch etwa 60.000 Zuschauer vom Starttag am Mittwoch, sodass der Kinoretter von Christopher Nolan gesamt bereits bei 380.000 verkauften Tickets liegt.

Auch Düsseldorfs Kinobetreiber spüren durch Christopher Nolans Thriller „Tenet“ einen deutlichen Aufwind. So kamen in den Ufa-Palast am Hauptbahnhof am Samstag 800 Besucher, wie Geschäftsführer Sebastian Riech sagt. „Das ist immerhin schon mal ein Viertel von einem normalen Samstag.“ Sonntag waren es 700 Besucher, seit Öffnung des Ufa-Palastes waren im Durchschnitt 250 Gäste pro Tag in dem Kino.

Der Positiv-Trend durch „Tenet“, der auch bundesweit zu spüren ist, werde anhalten. „Montag und Dienstag sind unsere Kinotage, und am Mittwoch startet mit ‚After Truth’ noch ein vielversprechender Film.“

Er wünscht sich, dass auch Blockbuster wie „Top Gun 2“ und „James Bond“ bald anlaufen – für Bond gebe es von den Verleihern bereits Buchungsanfragen für Großplakate. „Vielleicht ist der Film bald zu sehen, das ist wichtig für uns Kinobetreiber.“

Auch den fünf Filmkunstkinos scheint „Tenet“ gut zu tun. Mehr als 40 Gäste kamen täglich ins Atelier, sogar 55 in die Originalversion mit Untertiteln ins Cinema, wie Geschäftsführer Nico Elze sagt – zuvor kamen im Durchschnitt 30 Gäste am Tag pro Kino. „Die guten Filme müssen jetzt kommen“, sagt auch er.

„Tenet“ machte auch Cinestar-Theaterleiter Helmut Rehbein glücklich: „Wir sind wirklich zufrieden und hoffen inständig, dass weitere große Startverschiebungen ausbleiben.“ Das UCI im Hafen hatte dem Vernehmen nach sogar noch etwas mehr Gäste als der Ufa-Palast.