Netzwerken in Düsseldorf: Bayern-Präsident Uli Hoeneß zu Gast im Ständehaus

Netzwerken in Düsseldorf : Bayern-Präsident Uli Hoeneß zu Gast im Ständehaus

Uli Hoeneß zu Gast beim Ständehaustreff in Düsseldorf

Wer im Fußball ein paar wichtige Partien gemacht hat, sei es auf dem Platz oder am Verhandlungstisch, ist vermutlich irgendwann auch einmal auf Uli Hoeneß gestoßen. Beim Ständehaus-Treff mit dem Präsidenten von Bayern München kamen Montagabend bei einigen Gästen Erinnerungen hoch.

Wer im Fußball ein paar wichtige Partien gemacht hat, sei es auf dem Platz oder am Verhandlungstisch, ist vermutlich irgendwann auch einmal auf Uli Hoeneß gestoßen. Beim Ständehaus-Treff mit dem Präsidenten von Bayern München kamen Montagabend bei einigen Gästen Erinnerungen hoch.

Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel hat in den 70er Jahren gegen ihn gespielt, aber weil beide Stürmer waren, kam man sich nicht ins Gehege. Dirk Krüssenberg, heute Präsident des Marketingclubs, stand als Fortuna-Torwart in den Sechzigern gegen die Bayern auf dem Feld, aber als Hoeneß ein Star wurde, war "Krüssi" schon weg.

Später, genauer 1996, war Krüssenberg "General Manager" bei Fortuna, und als es eine Sitzung der Bundesliga-Manager gab, fragte ihn Hoeneß: "Wenn Du General Manager bist, was bin dann ich beim FC Bayern?" Auf jeden Fall "der schillerndste, effektivste und unerreichte Manager des deutschen Fußballs, der für Kontinuität steht und auch ein toller Mensch ist", sagt Funkel. Dass Hoeneß Steuern hinterzogen habe, sei ein Fehler gewesen, für den er ins Gefängnis gegangen sei. "Zu diesem Fehler hat er gestanden, er ist bestraft worden und jetzt ist er mit voller Power wieder da.

" Ähnlich sieht es Fortuna-Vorstandschef Robert Schäfer. "So ist unser System, er hat die Verantwortung übernommen, jetzt ist alles auf Null gestellt." Schäfer saß als "Manager-Bambino" von 1860 München 2010 mit Hoeneß am Tisch. Es ging um Mietschulden des zweiten Münchner Vereins für die Arena. "Hoeneß war ein fairer und warmherziger Verhandlungspartner", erinnert sich Schäfer. Er habe damals geholfen, auch durch seine politischen Kontakte, dass die 60er das Problem bewältigen konnten.

Auch die Fortuna kann nichts Schlechtes über Uli Hoeneß sagen. "Er hat immer auch an unsere Belange gedacht", sagt der frühere Vereinsboss und heutige DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. Als Fortuna unterklassig spielte, aber die Arena mit Glanz eröffnet werden sollte, rückten die Bayern an. Die Einnahmen konnte der Verein damals gut gebrauchen. Gute Worte auch von Gladbach-Präsident Rolf Königs. "Hoeneß war und ist das Gesicht des Vereins.

Wir haben zu dem Verein ein freundschaftliches Verhältnis, das von gegenseitigem Respekt getragen ist." Uwe-J. Ruhnau/B. Pavetic

(RP)
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