Diskussion: Außenminister stellt sich Fragen von Düsseldorfer Schülern

Diskussion : Außenminister stellt sich Fragen von Düsseldorfer Schülern

Für seine Sicherheitskräfte ist es eine Herausforderung, für Frank-Walter Steinmeier sichtlich ein Vergnügen: Fast zehn Minuten lang mischt sich der Bundesaußenminister, der später noch beim Ständehaus-Treff erwartet wird, am Ende der Veranstaltung der Wahlkämpfer von der Düsseldorfer SPD, Thomas Geisel (OB-Wahl) und Petra Kammerevert (Europawahl), unters Volk. Er setzt sich zwischen die Kinder, beantwortet die Fragen, die sie ihm ins Ohr flüstern.

Für seine Sicherheitskräfte ist es eine Herausforderung, für Frank-Walter Steinmeier sichtlich ein Vergnügen: Fast zehn Minuten lang mischt sich der Bundesaußenminister, der später noch beim Ständehaus-Treff erwartet wird, am Ende der Veranstaltung der Wahlkämpfer von der Düsseldorfer SPD, Thomas Geisel (OB-Wahl) und Petra Kammerevert (Europawahl), unters Volk. Er setzt sich zwischen die Kinder, beantwortet die Fragen, die sie ihm ins Ohr flüstern.

"Meine Tochter hat heute ihre Abitur-Arbeit geschrieben", verrät er. Die Kinder sind Mitglieder des Vereins Düssel-Buntu. Eine Stunde zuvor hatten sie auf der Bühne "Wir rocken den Stadtteil" gerappt. Als Steinmeier den Saal betritt, spricht ihm Dorian Drews (14) im Namen der Gruppe "unsere Dankbarkeit" aus: "Ich hoffe, dass Sie für Frieden sorgen." Das verspricht Steinmeier, macht aber auch klar, wie schwer es sein kann, Frieden zu schaffen - egal, ob in der Ukraine, Afghanistan, Süd-Sudan oder Somalia.

"Frieden in Europa war für uns so selbstverständlich wie das Erasmus-Programm." Man habe fast vergessen, dass man dafür auch kämpfen müsse. Bei der aktuellen Situation in der Ukraine komme es darauf an, dass aus dem politischen Konflikt mit Russland nicht ein militärischer werde. Im Publikum sitzen nicht nur Politiker und Generalkonsule, auch Schüler des Oberkasseler Comenius-Gymnasiums. Im Leistungskurs Sozialwissenschaften haben sie Fragen für den Außenminister erarbeitet, fragen nach Edward Snowden, der zweiten Genfer Konferenz, die morgen starten soll, und nach Syrien.

Die Düsseldorferin Jawahir Cumar, gebürtige Somalierin, will wissen, wie Steinmeier die Lage in ihrer Heimat einschätzt. Steinmeier gibt Antwort, erklärt, warum es so schwer ist, Konflikte zu entschärfen. Wie es die Schüler fanden? "Interessant", sagt Marie-Sophie Günzel (17), "vor allem seine Meinung zur Ukraine." Wahlkampfhilfe gibt's am Ende auch: "Düsseldorf gehört in die Runde sozialdemokratisch regierter Landeshauptstädte", sagt Steinmeier.

"Berlin schaut auf Düsseldorf!"

(dr)
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