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Hofgarten: Auf der Heine-Allee bremsen die Autos auch für Gänse

Hofgarten : Auf der Heine-Allee bremsen die Autos auch für Gänse

Ein Bild, an das wir uns inzwischen gewöhnt haben – im Gänsemarsch watscheln diese Graugänse über die Heine-Allee. Die Tiere leben im Hofgarten, und die Gruppe, die derzeit regelmäßig die Allee kreuzt, um auf der Verkehrsinsel in der Mitte zu grasen, besteht aus hier geschlüpften Jungtieren.

Ein Bild, an das wir uns inzwischen gewöhnt haben — im Gänsemarsch watscheln diese Graugänse über die Heine-Allee. Die Tiere leben im Hofgarten, und die Gruppe, die derzeit regelmäßig die Allee kreuzt, um auf der Verkehrsinsel in der Mitte zu grasen, besteht aus hier geschlüpften Jungtieren.

Eine ähnliche Kolonie gibt es auch am Kaiserweiher vor dem Ständehaus. Wie auch ihre nahen Verwandten, die Kanadagänse und Nilgänse, fühlt das Federvieh sich in Düsseldorf sehr wohl und vor allem sicher. Dass sich die hier eigentlich nicht heimischen Tiere so stark vermehrt haben, geht auf private Züchter zurück, sagte Jürgen Wippermann, Kreisjagdberater Düsseldorf/Mettmann: "Da hatte mal einer ein Gänsepaar auf einem privaten Teich, die haben gebrütet — und dann waren es plötzlich acht oder zehn."

Im Hofgarten wird die Population nicht als störend angesehen, zumal man versucht, die Vergrößerung der Gruppe zu vermeiden. Am Unterbacher See und am Elbsee jedoch sind die Gänse inzwischen zu einer Plage geworden, weil sie dort zu Tausenden einfallen, den See und die Wiesen mit ihrem Kot verschmutzen. Ihnen beizukommen, ist extrem schwer — die Tiere sind schlau, daher nur unter schwierigen Umständen zu bejagen. Und die Jagd auf die Vögel wird bei der Bevölkerung eh nicht akzeptiert. Jedenfalls noch nicht.

(ho-)