Eröffnung: Ansturm auf Breuninger im Kö-Bogen

Eröffnung : Ansturm auf Breuninger im Kö-Bogen

Rosi Kemberg aus Düsseldorf und Aylin Reinartz aus Neuss haben die Logenplätze unter den Wartenden: erste Reihe, Mitte. Hinter ihnen drängeln sich die Massen.

Rosi Kemberg aus Düsseldorf und Aylin Reinartz aus Neuss haben die Logenplätze unter den Wartenden: erste Reihe, Mitte. Hinter ihnen drängeln sich die Massen.

Alle wollen dabei sein, wenn mit Breuninger im Kö-Bogen Düsseldorfs neue Einkaufs-Attraktion eröffnet. Etwa 3000 Menschen zählt die Polizei in dem Bereich. Dazwischen fahren die Straßenbahnen im Schritttempo. Ordner passen auf, dass nichts passiert.

Rosi Kemberg und Aylin Reinartz interessiert das nicht. Sie wollen rein bei Breuninger. Ihre erste Station? "Die Schuhabteilung", rufen sie und müssen über sich selbst lachen. Punkt 12 Uhr zerschneiden vier Männer, die an dem Projekt maßgeblich beteiligt waren, mit goldener Schere das rote Band: Breuninger-Chef Willy Oergel, Architekt Daniel Libeskind, OB Dirk Elbers und Stefan Mühling, Chef des Projektentwicklers "die developer". Applaus brandet auf, dann stürzen sich die Massen auf die 15 000 Quadratmeter Einkaufserlebnis.

Viele machen Fotos, vor allem aber von Libeskind. Während er Autogramme gibt, telefoniert seine Frau Nina. Sie ist die Organisatorin im Hintergrund. Oergel, angesprochen auf die Anzeige, in der Mitbewerber Karstadt das Stuttgarter Unternehmen auf Schwäbisch in Düsseldorf willkommen heißt ("'s Karstädtle"): "Eine super-sympathische Geste!" Auch Kurt Zech, Hauptfinanzier der Libeskind-Bauten, und Willem van Agtmael, Miteigentümer und jahrzehntelang Chef von Breuninger, sind angereist.

"Das Haus in Düsseldorf ist das wichtigste nach dem Stammhaus in Stuttgart", sagt der gebürtige Niederländer. Und er weiß, dass es viele Kunden aus seinem Heimatland anziehen wird. Jetzt erkunden aber erst einmal die Bürger aus Düsseldorf und der Region "das Breuninger", das auf fünf Etagen Luxus-Marken, aber auch das mittlere Segment präsentiert. Mitbewerber schauen vorbei, loben das Konzept.

Marion Dietrich, bekennende "Schuhfetischistin" aus Düsseldorf, ist noch dabei, sich zu orientieren — in der größten Schuhabteilung von NRW. Michael Willeczelek trägt bereits eine der großen orangefarbenen Tüten: "Ich habe eine Jacke für meine Frau ergattert", sagt er und lächelt stolz. Denisa Richters

(RP)
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