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Lesung: Andrea Sawatzki verzaubert eine Buchhandlung

Lesung : Andrea Sawatzki verzaubert eine Buchhandlung

Sie habe sich extra schick gemacht für Düsseldorf, strahlte Andrea Sawatzki, als sie die Buchhandlung Mayersche Droste an der Königsallee betritt. Am Abend zuvor, als sie in Aachen gelesen hatte, habe sie keine Zeit mehr gehabt, sich umzuziehen – der Zug nach Köln hatte wegen des Hochwassers Verspätung. Das wollte sie in Düsseldorf wieder wettmachen. Die Schauspielerin, Autorin und jetzt auch Sängerin brauchte nur einen Satz – und schon lag ihr das Publikum zu Füßen.

Sie habe sich extra schick gemacht für Düsseldorf, strahlte Andrea Sawatzki, als sie die Buchhandlung Mayersche Droste an der Königsallee betritt. Am Abend zuvor, als sie in Aachen gelesen hatte, habe sie keine Zeit mehr gehabt, sich umzuziehen – der Zug nach Köln hatte wegen des Hochwassers Verspätung. Das wollte sie in Düsseldorf wieder wettmachen. Die Schauspielerin, Autorin und jetzt auch Sängerin brauchte nur einen Satz – und schon lag ihr das Publikum zu Füßen.

Ihre zarte und zerbrechliche Art, ihre sanfte, aber zugleich eindringliche Stimme beim Vorlesen sorgten dafür, dass es trotz des rappelvollen Lese-Saals in der Buchhandlung mucksmäuschenstill war. "Ein allzu braves Mädchen" heißt der Debüt-Roman der Wahl-Berlinerin, die mit ihrem Mann Christian Berkel, den gemeinsamen zwei Söhnen und den drei Hunden ("eine Dogge, ein Boxer und ein Mops") in der Bundeshauptstadt lebt. Die frühere Tatort-Kommissarin Charlotte Sänger spielt seit Ende der 80er Jahre in Krimis, Fernsehspielen, Kinofilmen oder in Theaterstücken mit, seit kurzem ist sie auch mit einer Band unterwegs und singt Lieder aus den 20er Jahren.

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Das erste Buch hat ihr einen solchen Spaß gemacht, dass sie bereits am Zweiten schreibt. "Es dreht sich um eine Familie an Weihnachten und wird auf jeden Fall eine Komödie"," verriet sie ihrem Düsseldorfer Publikum. "Wenn alles klappt, erscheint das Buch auch noch rechtzeitig vor Weihnachten." Parallel verhandelt sie gerade über eine Verfilmung des ersten Buches. Ob sie darin eine Rolle spielt? "Na, meine Figur Manuela Scriba ist 30 – das kriege ich wohl nicht mehr hin," lacht Sawatzki, die im Februar 1963 geboren wurde.

Bis der Film fertig ist, bewirbt die Schauspielerin mit den roten Haaren und den auffallenden Sommersprossen aber noch den Roman, reist an drei bis vier Tagen in der Woche von einer Stadt in die andere. "Die Wochenenden versuche ich zumindest, zu Hause zu sein." Mittlerweile könne sie schon fast einen Deutschland-Kalender über die Stimmungen ihres Publikums anlegen. In Baden-Württemberg seien ihr wenig Fragen gestellt worden, die Kieler seien aufgeschlossener gewesen als erwartet – und in Düsseldorf gefalle es ihr außerdem ganz besonders gut.

(ak)