Avdk-Sitzung: 1700 Jecke feiern beim "Närrischen Dienstag"

Avdk-Sitzung : 1700 Jecke feiern beim "Närrischen Dienstag"

Düsseldorf und Köln können nicht gut miteinander, das ist ja bekannt. Am größten ist die Konkurrenz im Karneval: Wer hat die besseren Tollitäten, macht den schönsten Zug, verbreitet die tollste Stimmung? Und es ist auch klar, dass jede Stadt sich selbst dabei vorne sieht.

Manchmal jedoch werden die altbekannten Gesetze außer Kraft gesetzt — so wie beim "Närrischen Dienstag", zu dem jetzt wieder Düsseldorfs ältester Karnevalsverein eingeladen hatte, der Allgemeine Verein der Karnevalsfreunde Düsseldorf (AVDK). Rund 1700 Jecke feierten dabei im Maritim Hotel Kölner Künstler wie Brings, De Räuber, Guido Cantz und die Höhner.

"Wir gestalten die Sitzung seit fast 20 Jahren so. Wir wollten damit Abwechslung in den Düsseldorfer Karneval beginnen", sagt Thomas Wunder, Geschäftsführer des AVDK. Und tatsächlich: Das Konzept geht auf. Denn auch gestandene Düsseldorfer wie CC-Präsident Josef Hinkel oder Prinz Michael und Venetia Pia konnten nicht verleugnen, dass es sich super auf Hits wie "Superjeile Zick" feiern lässt — und sangen fröhlich mit, samt "Kölle Alaaf!".

Die wohl treffendste Erkenntnis des Abends lieferte aber Marc Metzger, besser bekannt als der Blötschkopp, als er in seiner Rede einfach mal feststellte: "Karneval muss nicht immer so politisch sein. Manchmal darf man auch einfach Blödsinn reden — dafür wurde der Karneval schließlich erfunden." Aber für diesen Blödsinn braucht es auch Aufmerksamkeit. Ärger gab es deshalb für Oberbürgermeister Dirk Elbers: Der hatte nämlich — ausgerechnet in der ersten Reihe sitzend — sein Handy während Metzgers Rede ausgepackt. "Tu das Handy weg, ich rede grade", meckerte der Blötschkopp. Elbers tat, wie ihm geheißen. Ob davon nun beleidigt oder nicht, Grund zum Feiern hatte er trotzdem: Am Anfang der Sitzung wurde der OB nämlich noch zum Ehrensenator des AVDK ernannt.

(lai)