Operngala: 146.000 Euro für den Kampf gegen Aids

Operngala: 146.000 Euro für den Kampf gegen Aids

Das festlich gestimmte Publikum hatte sich zur 9. Operngala für die Deutsche Aidsstiftung mächtig in Schale geworfen und dem Ereignis viel Glanz verliehen. "Für mich bedeutet es weit mehr als eine Herzensangelegenheit", sagte Julia Piras von Bucherer 1888. "Meine Mitgliedschaft im Kuratorium soll auch ein Zeichen für die Bereitwilligkeit setzen, Verantwortung zu übernehmen."

Das festlich gestimmte Publikum hatte sich zur 9. Operngala für die Deutsche Aidsstiftung mächtig in Schale geworfen und dem Ereignis viel Glanz verliehen. "Für mich bedeutet es weit mehr als eine Herzensangelegenheit", sagte Julia Piras von Bucherer 1888. "Meine Mitgliedschaft im Kuratorium soll auch ein Zeichen für die Bereitwilligkeit setzen, Verantwortung zu übernehmen."

Karin-Brigitte Göbel (Vorstandsvorsitzende Stadtsparkasse) mit ihrem Mann Paramsothy Thamotharampillai-Göbel Foto: Endermann Andreas

Die Juwelenschmiede hatte die Sängerinnen erneut mit Schmuck ausgestattet. Hinter den Kulissen wachten zwei starke Männer über die Preziosen, die ihren Zweck bei Kennern nicht verfehlten: "Echte Juwelen funkeln im Licht viel schöner als Strass, das sieht man sofort", kommentierte in der Pause Modedesigner Thomas Rath, der mit seinem Mann Sandro und seiner Freundin Babette Albrecht gekommen war. Karin-Brigitte Göbel, Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse, nutzte die Gala für eine Einladung an zehn Freunde und Partner: "Sie reisten sogar von auswärts an. Dieses traumhafte Event hat eine Strahlkraft weit über Düsseldorf hinaus."

Konditormeister Heinz-Richard Heinemann (l.) und Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand der Aidsstiftung Foto: Endermann Andreas
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Chirurgie-Professor Wolfram Trudo Knoefel von der Heine-Uni freute sich auf die Musik, betonte aber auch, wie wichtig es sei, dem Thema Aids Wertschätzung zu geben. Nach den Begrüßungsworten von Intendant Christoph Meyer und Oberbürgermeister Thomas Geisel ("Dieser wunderbare Abend ist für mich ein klassischer Neigungstermin") verdeutlichten dies in ihren Ansprachen auch Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Aidsstiftung, sowie Mark Frese (nach Augen-OP mit Sonnenbrille). Der Kuratoriumsvorsitzende der Opern-Gala und als Finanzchef der Ceconomy AG einer der wichtigsten Unterstützer der Veranstaltung: "Die Problematik von Aids ist etwas aus den Medien verschwunden, deshalb zählt bürgerschaftliches Engagement umso mehr. Auf das begeisterungsfähige Düsseldorfer Publikum war auch heute wieder Verlass, dafür bin ich dankbar."

Dann füllte sich die mit einer riesigen roten Aidsschleife geschmückte Bühne mit den Musikern der Duisburger Philharmoniker. Mit großem Beifall wurde Sascha Goetzel aus Wien empfangen, nach Holger Wemhoffs Worten "einer der international schwer angesagten Dirigenten". Der Moderator würzte die Auftritte mit launigen Anekdoten über Komponisten und Werke. So habe der Tenor Michele Antonini in seiner Arie neun Mal das hohe C zu meistern. Und bei Irene Roberts als Marguerite aus "La Damnation de Faust" höre man Herzschlag und Erregung, "bis sich das Orchester in einer Eruption entlädt". Die Gala mit einem Reinerlös von mehr als 146.000 Euro bot Männerstimmen zum Dahinschmelzen und bezaubernde Sängerinnen wie die Koloraturen-Königinnen Regula Mühlemann und Elsa Dreisig oder Adela Zaharia. Krönender Abschluss: das Trinklied aus "La Traviata", bei dem das Publikum anfeuernd mitklatschte. Regina Goldlücke

(RP)