Stadtentwicklung in Düsseldorf: Das tut sich im Jahr 2018

Rheinufer, Hauptbahnhof, Schulen: Das tut sich 2018 in Düsseldorf

Düsseldorf wird sich im kommenden Jahr baulich verändern. "2018 wird das Jahr des Städtebaus", sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel. Wir haben die wichtigsten Entwicklungen zusammengefasst.

Die Region rund um den Hauptbahnhof wird in den kommenden Jahren ihr Gesicht verändern. Was den Konrad-Adenauer-Platz direkt vor dem Hauptbahnhof angeht, werden die Düsseldorfer sagen: Ach ja, davon ist ja erst seit zehn Jahren die Rede. Denn dieses Projekt ist ein städtebaulicher Dauerbrenner, ein ewiges Versprechen. Tatsächlich aber soll es im April die Jurysitzung für die Neugestaltung und Revitalisierung des Platzes geben (und ebenso für den benachbarten Fernbusbahnhof). Es sind jedoch weitere öffentliche und private Investitionen, die das Gebiet ab diesem Jahr verändern werden. "2018 wird das Jahr des Städtebaus", sagt dazu Oberbürgermeister Thomas Geisel. Die wichtigsten Entwicklungen:

Los geht es mit dem neuen Wohngebiet Grand Central gegenüber von Tanzhaus und Capitol, es gibt den ersten Spatenstich für das Großvorhaben. Gut 1000 Wohnungen entstehen dort, unter anderem in drei Hochhäusern. Baustart ist zudem für drei Hotels auf der anderen Seite des Bahnhofs an der Harkortstraße sowie für die neue Zentralbibliothek im ehemaligen Postgebäude am Konrad-Adenauer-Platz 1 (Fertigstellung 2021). Friedrich-Ebert- und Immermannstraße und damit der Fußweg in die Stadt werden verschönert, ebenso die Unterführungen an Kölner- und Ellerstraße. Geisel gibt Vorschusslorbeeren und nennt das Areal "das neue Tor zur Stadt".

Die Ampel-Kooperation beantragt in Kürze die Verlängerung des Rheinufers zur Rheinterrasse. Die begrüßt auch Geisel, aber er will mehr, nämlich einen Ideenwettbewerb, der Antworten darauf findet, wie der Stadtraum und die Kulturbauten in der Nachbarschaft kenntlicher und auch in einen Zusammenhang gestellt werden können: Rheinterrasse, Victoriaplatz, Ehrenhof mit Museum Kunstpalast (MKP), Kunstakademie. "Dazu bedarf es eines größeren Aufschlags", so Geisel. Die Kunstakademie spielt in der Betrachtung eine besondere Rolle. Sie liege versteckt, man wisse gar nicht, wo bei ihr vorne und hinten ist, so Geisel, und vor ihr befinde sich ein Parkplatz für holländische Busse.

Das neue Wohngebiet Grand Central soll rund 1000 Wohnungen umfassen. Foto: Catella

Aufwerten will das Stadtoberhaupt auch die Oper. Erneut müssten 15 Millionen Euro investiert werden. "Wir müssen raus aus dem Modus ,nur sanieren'", sagt Geisel, der mit Baumaßnahmen mehr architektonische oder städtebauliche Zusatzgewinne erzielen will. Bei der Oper führt das zur Idee, den Kulturbau zum Hofgarten hin zu öffnen. Ob das mit mehr Glas, einer Terrasse oder gastronomischer Nutzung geschehen könnte, lässt er offen. Das solle ein Ideenwettbewerb zeigen. 2018 starten zudem Umbau und Modernisierung des MKP sowie des Schumann-Hauses.

So soll das Schwimmbad in Heerdt aussehen. Unter dem Fußballfeld kann geparkt werden. Foto: Gollwitzer

Das Dürer-Kolleg (knapp 70 Millionen Euro) wird fertig, unter den 20 Schulbaumaßnahmen sind sechs Neubaustarts. Besondere Projekte sind in der Friedrichstadt der Baubeginn für die der Regenbogenschule (11 Millionen Euro) sowie der Ersatzneubau der Gemeinschaftshauptschule Melanchthonstraße (22 Millionen Euro).

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Die Pläne für den Umzug des Luisengymnasiums zur Völklinger Straße werden vorangetrieben. Zwei weitere Gymnasien könnte es geben: Im Grafental ist eines sicher, ein weiteres könnte durch die Rückkehr zum Abitur in neun Jahren notwendig werden.

Die Neubauten der Schwimmbäder in Heerdt und Flingern werden dieses Jahr in Angriff genommen.

Die Zentralen von Trivago und Uniper im Medienhafen werden fertig. Baumaßnahmen gibt es am Sestern, an der Theodorstraße in Rath (Möbelmarkt), am Großmarkt in Unterrath, an der Danziger Straße (Fashion House) und am Kennedydamm.

Die vielen öffentlichen Investitionen sind nur möglich durch den Verkauf des Kanalnetzes und gute Steuereinnahmen. Allein in den Schulbau werden dieses Jahr bis zu 180 Millionen Euro gesteckt.

(ujr)