Toni-Turek-Platz: Stadt wird nicht an Toni Turek erinnern

Toni-Turek-Platz: Stadt wird nicht an Toni Turek erinnern

Im Internetstadtplan der Stadt ist der Toni-Turek-Platz in Unterrath noch verzeichnet. Doch tatsächlich erinnert auf dem Rondell an der Kehler Straße nichts an den Torhüter der deutschen Weltmeister-Mannschaft von 1954. Und dies wird auch so bleiben.

Während inzwischen in vielen Gemeinden Straßen beziehungsweise Plätze nach WM-Spielern der legendären Mannschaft von 1954 benannt sind und der Ex-Fortuna-Spieler Turek zum Beispiel sogar im westfälischen Nottuln geehrt wird, hat die Stadt Düsseldorf keine Pläne, ein Schild mit dem Namen des Torwarts aufzustellen.

"Nachdem zwei Versuche gescheitert sind, eine Straße oder einen Platz nach Toni Turek zu benennen, werden wir keinen weiteren Anlauf unternehmen", sagte jetzt Bernd Thomas, persönlicher Referent von Ordnungsdezernent Stephan Keller, auf Anfrage der RP. Tatsächlich war es in den zurückliegenden Jahren nicht gelungen, des 20-fachen Nationalspielers mit einem Straßennamen zu gedenken.

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Zunächst hatte die Stadt 2004 eine Straße in einem geplanten Neubaugebiet nach Turek benannt. Doch die vorgesehene Siedlung wurde nie gebaut, woraufhin 2007 der kleine Platz in der Mitte der Kehler Straße auf Veranlassung der Bezirksvertretung 6 den Namen des Keepers erhielt. Allerdings mussten später Pläne aufgegeben werden, die die Aufstellung einer Stele mit einer Gedenktafel vorsahen. Anwohner wehrten sich erfolgreich gegen die Umgestaltung des Platzes. Die Familie Tureks wollte daraufhin keine weiteren Versuche.

Toni Turek hatte seit 1950 für Fortuna Düsseldorf gespielt und stand am 4. Juli 1954 beim WM-Finale im deutschen Tor. Mit seinen Paraden hatte er maßgeblichen Anteil am 3:2-Sieg gegen Ungarn. 1984 starb Turek mit 65 Jahren. Er ist in Mettmann begraben. Dort gibt es eine Toni-Turek-Allee. Die Rheinbahn, bei der Turek lange arbeitete, benannte die dortige Haltestelle am 25. Todestag nach dem Torwart.

(RP)
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