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Düsseldorf: Stadt will kein geringeres Tempolimit vor Kniebrücke

Düsseldorf : Stadt will kein geringeres Tempolimit vor Kniebrücke

Weil auf der Unterbilker Seite die Wohnhäuser so nah an der Auffahrt zur Rheinkniebrücke liegen, dass die Anwohner extrem unter der Lärmbelästigung leiden, soll dort das Tempo auch tagsüber auf maximal 60 Kilometer pro Stunde (bisher 80) reduziert werden.

Auch auf der linksrheinischen Seite klagen die Anwohner der Rheinallee über den Lärm der Autos - vor allem aus dem Trog vor dem Rheinalleetunnel - und fordern ebenfalls Tempo 60. Einer von ihnen, Rainer Sartoris, ist deshalb vor den Beschwerdeausschuss im Rathaus gezogen.

"Die hohe Lärmbelastung ist auf der Lärmkartierung der Stadt deutlich zu sehen", sagt er. Dennoch sei seine Forderung nach Temporeduzierung oder Aufstellen von Starenkästen zur Überwachung der Geschwindigkeit bisher abgelehnt worden. Thomas Großeheinrich vom Amt für Verkehrsmanagement betonte, dass die Situation auf der linken Rheinseite eine andere sei als die auf der rechten.

Die Wohnhäuser seien weiter entfernt von der Fahrbahn, zudem handle es sich um eine freie Strecke, bei der die Polizei von der streckenweisen Reduzierung auf 60 km/h aus Gründen der Sicherheit abrate. Zudem wäre es zu teuer, die auf 80 Kilometer pro Stunde abgestimmte Tunneltechnik auf eine niedrigere Geschwindigkeit umzustellen.

Politiker von CDU, SPD, Grünen und den Piraten baten dennoch darum, eine Lösung zu finden, und einigten sich schließlich darauf, das Thema in die zuständige Bezirksvertretung und den Verkehrsausschuss zu verweisen. Von dem Lärm sind rund 150 Anwohner betroffen.

(dr)