Umweltschutz: Stadt will, dass alle beim Klimaschutz mitmachen

Umweltschutz : Stadt will, dass alle beim Klimaschutz mitmachen

Düsseldorfs 640.000 Einwohner sollen ihren Teil dazu beitragen, dass die Stadt bis 2050 klimaneutral ist. Die Rheinbahn unterstützt die Kampagne mit einer neuen Motiv-Bahn.

Als eine der ersten Großstädte hatte sich Düsseldorf schon vor Jahren zu dem Ziel bekannt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. 2008 wurde ein umfassendes Klimaschutzprogramm gestartet. Damit auch die Bürger dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen, soll eine neue Kampagne unter dem Titel „Mach’s! Für dich und Düsseldorf“ für Klimaschutz und umweltfreundliches Verhalten im Alltag werben. Dafür wirbt ab sofort auch eine Straßenbahn der Rheinbahn, die mit Klimakampagnen-Motiven geschmückt ist. Oberbürgermeister Thomas Geisel, Umweltdezernentin Helga Stulgies und Rheinbahn-Chef Michael Clausecker schickten sie am Montag gemeinsam auf den Weg.

Warum gibt es die Kampagne? Die Stadt selbst hat eine Reihe eigener großer und kleiner Maßnahmen gestartet oder abgeschlossen, mit denen man dem Klimaziel näher kommen will. Dazu gehören beispielsweise der Bau des neuen GuD-Kraftwerks auf der Lausward, Regelungen zur Energieeffizienz bei städtebaulichen Verträgen, Solaranlagen auf dem Technischen Rathaus, aber auch Projekte der städtischen Töchter von Messe bis Flughafen. Bei der neuen Kampagne geht es nun darum, die Düsseldorfer ins Boot zu holen denn nur wenn die mitzögen, betont die Stadt, lasse sich das ehrgeizige Klimaziel der Stadt auch verwirklichen. „Die Kampagne soll insbesondere zeigen, welche Dinge jeder Einzelne tun kann“, sagt Geisel. „Es gibt viele Bereiche, in denen man sich auch ohne einen großen Mehraufwand im Alltag klimafreundlicher verhalten kann.“

Um welche Tipps geht es? Alle möglichen, die sich auf den Alltag der Düsseldorfer beziehen. Es geht darum, wie sich die Düsseldorfer fortbewegen, wo sie einkaufen, wie sie heizen oder wie sie ihre Freizeit verbringen. „Jeder einzelne kann seinen Beitrag leisten. Man kann sich beispielsweise völlig emissionsfrei bewegen, wenn man mit dem Fahrrad fährt“, sagt Geisel. Das sei vergleichsweise schnell: „Und es macht auch noch Spaß.“ Die Kampagne gibt die Tipps sogar in verschiedenen „Schwierigkeitsstufen“ – vom Vorschlag, gelegentlich für kurze Strecken das Rad zu nutzen, bis zum Level-3-Vorschlag mit der Frage, ob das Rad in Kombination mit Bahn und Carsharing womöglich das eigene Auto ersetzen kann.

Ein anderer Ratschlag für klimafreundlicheres Verhalten ist das Einkaufen regionaler Produkte beispielsweise auf den Bauernmärkten, die regelmäßig in Düsseldorf stattfinden – von Oberbilk bis Heerdt. „Man kann sich beim Einkaufen fragen, ob es wirklich eine Tropenfrucht sein muss.“ Umweltdezernentin Helga Stulgies weist darauf hin, wie viel Energie man sparen kann, wenn man Elektrogeräte im Haushalt nicht im Standby-Modus lässt, sondern sie komplett ausschaltet.

Welche Rolle spielt die Rheinbahn dabei? Das Verkehrsunternehme investiert selbst mehr als 60 Millionen Euro in die Nachrüstung seiner Busflotte und die intelligente Technik für den Vorrang von Bus und Bahn, wie Vorstand Michael Clausecker betont. Zudem liege es auf der Hand, dass man ein wichtiger Partner für klimafreundliche Mobilität ist. Die Rheinbahn schickt jetzt als Unterstützer der Kampagne die Bahn mit dem Kampagnenmotiv auf die Schiene und will außerdem in ihren Fahrzeugen die Klimafibel der Stadt auslegen.

Welche Wege nutzt die Kampagne? Die Klimafibel enthält eine Reihe von Tipps und Vorschlägen für klimafreundliches Verhalten und soll neben der Verteilung in Bussen und Bahnen in den kommenden Wochen auch an die Düsseldorfer Haushalte verteilt werden. Auch verschiedene Plakatmotive, Freipostkarten und ein Großplakat am Technischen Rathaus werben für „Mach’s! Für Dich und Düsseldorf.“

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